FC Bayern ablösefrei Abgänge

FC Bayern: Diese Stars verließen den Klub ablösefrei

Mit David Alaba verließ in diesem Sommer einer der großen Stars den FC Bayern ablösefrei. Dem Klub droht ein ähnliches Schicksal auch bei Niklas Süle und Corentin Tolisso. Ein halbes Jahr vor Ablauf der Verträge sieht es bei beiden Akteuren nach einem ablösefreien Abgang aus. Vielen Fans ist das nicht bewusst, aber: In der ruhmreichen Geschichte des FCB gab es bereits mehrere Abgänge von Leistungsträgern ohne Transferentschädigung.

Die Verträge von Corentin Tolisso und Niklas Süle laufen im kommenden Sommer aus. Während der Franzose in den letzten Spielzeiten nicht mehr im Mittelfeld gesetzt war, gehört der deutsche Nationalspieler – wenn fit – eigentlich fast immer zur Stammformation. Tolisso absolvierte seit seinem Wechsel aus Lyon 2017 bislang 109 Pflichtspiele für den FCB, Süle seit seiner Ankunft aus Hoffenheim im gleichen Jahr sogar deren 155. Aktuell ist es sehr wahrscheinlich, dass beide Spieler in der neuen Saison nicht mehr dem Kader des deutschen Rekordmeisters angehören werden. Bei beiden deutet sich ein ablösefreier Abgang im Sommer an. Damit würde den Bayern abermals eine Transferentschädidung entgehen – so wie bei diesen Stars in der Vergangenheit:

David Alaba, Saison 2021/22 (Real Madrid)

Kein Spieler war bei seinem ablösefreien FCB-Abgang wertvoller als der Österreicher: 55 Mio. € Marktwert! Die Münchner hatten ursprünglich die Absicht, den Vertrag mit dem Defensivakteur zu verlängern. Beim Gehalt kamen beide Seiten aber nicht auf einen Nenner, weshalb die Bayern ihr Angebot zurückzogen. Damit war der Abgang Alabas beschlossene Sache. Ein vorzeitiger Verkauf im vergangenen Winter, um noch eine Ablösesumme zu kassieren, kam für den Klub nicht in Frage. Die sportlichen Ziele genossen höhere Priorität.

Luca Toni, Saison 2010/11 (Genua FCF)

Zwar bekamen die Bayern für den Stürmer kein Geld, der Abgang war aber zu verschmerzen. Und er war von beiden Seiten gewollt. Nach der Verpflichtung von Mario Goméz war für den Italiener kein Platz mehr im FCB-Angriff. Zudem lagen er und Trainer Louis van Gaal nicht auf einer Wellenlänge. Der ursprünglich noch bis Sommer 2011 laufende Vertrag wurde in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. 2007 zahlten die Münchner noch 11 Mio. € für Tonis Dienste an die AC Florenz.

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Claudio Pizarro, Saison 2007/08 (FC Chelsea)

Rein sportliche Gründe hatte der Abschied des Peruaners aus der bayerischen Landeshauptstadt. Zwar gewann Pizarro mit den Bayern zwischen 2001 und 2007 insgesamt 6 Titel, der Henkelpott war allerdings nicht dabei. Da der FCB in der Saison 2007/08 nur im UEFA-Cup an den Start ging, zog es den Stürmer ablösefrei zum FC Chelsea, um sich dort den Traum vom Gewinn der Champions League zu erfüllen. Das klappte bekanntlich nicht. Ein Angebot zur Vertragsverlängerung beim FC Bayern schlug Pizarro aus.

Michael Ballack, Saison 2006/07 (FC Chelsea)

Ein Jahr vor Pizarro schloss sich bereits der damalige Bayern-Kapitän den Blues an. Dieser ablösefreie Wechsel traf die Vereinsverantwortlichen hart. Uli Hoeneß unterstellte Ballack, nur wegen des Geldes zu wechseln. Unter tosendem Applaus der Fans zog der damalige Manager das Vertragsangebot an den Spieler (40 Mio. € für 4 Jahre) auf der Mitgliederversammlung zurück, nachdem Ballack sich weigerte, dieses anzunehmen. Kurios: Die Münchner setzten Ballack bereits im November 2005 unter Druck, eine Entscheidung zu treffen. Andere Führungsspieler hatten Zeit bis zum Jahresbeginn 2006.

Zé Roberto, Saison 2006/07 (Nacional)

Eigentlich war die Personalie Zé Roberto beim FC Bayern eine Erfolgsgeschichte. Der Brasilianer lieferte Leistung ab und gewann mit dem Klub Titel. Als der FCB dem Mittelfeldspieler im August 2005 aber die Freigabe für ein Länderspiel verweigerte, zerriss das Tischtuch. Der Spieler äußerte sich im Anschluss kritisch über den Verein und Trainer Felix Magath. Bereits im Winter wollte Zé Roberto den Klub verlassen, musste seinen Vertrag allerdings aussitzen. Zwar wollten die Münchner den Kontrakt mit dem damals 31-Jährigen verlängern, Hoeneß sagte dazu allerdings, dass „die Verhandlungen mit Zé keine Ergebnisse gebracht hätten“.

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