FC Basel: Im Juli die erste Saison-Krise

FC Basel: Im Juli die erste Saison-Krise

In der Bundesliga dauert es noch 4 Wochen bis der Ball wieder rollt. In einem der Nachbarländer läuft die Saison allerdings schon wieder. Und die Schweiz hat bereits ihr erstes Trainer-Opfer. Ausgerechnet beim ehemaligen Serien-Meister FC Basel musste Ex-Bundesligaspieler Raphael Wicky schon seinen Hut nehmen. Ein ehemaliger BVB-Stürmer übernimmt interimsweise.

Nur Platz 2 in der vergangenen Spielzeit, eine Pleite im ersten Ligaspiel daheim gegen den FC St. Gallen (1:2) und eine 1:2-Hinspielniederlage in der Champions League-Qualifikation. Das sind die Zutaten für die erste Trainerentlassung der neuen Saison. Getroffen hat es Raphael Wicky beim FC Basel. Erschwerend kam auch Wickys Gesamtbilanz hinzu: 29 Siege in 51 Pflichtspielen. Zu wenig in einer eher durchschnittlichen Klasse wie der Schweizer Super League (alle Super League-Wetten). Mit einen Punkteschnitt von 1,88 war Wicky zudem der schlechteste FCB-Coach seit 19 Jahren!

Alex Frei springt ein

Übernimmt den FC Basel interimsweise – Alex Frei

Ein Ex-Bundesligaspieler folgt auf einen Ex-Bundesligaspieler – zumindest vorerst. Statt Raphael Wicky wird übergangsweise Alex Frei das Team der Baseler betreuen. Der ehemaliger Angreifer von Borussia Dortmund ist eigentlich Verwaltungsratmitglied und U18-Trainer des FCB. Für ihn lautet die Aufgabe nun, schnellstmöglich den ersten Pflichtspielsieg einzufahren. Am besten gleich in der 2. Ligapartie am Samstag bei Neuchatel Xamax. Unsere Buchmacher glauben jedenfalls an ein erfolgreiches Debüt von Frei, für den es der erste Erstliga-Job als Coach ist. Quote 1.85, wenn die Baseler einen Sieg einfahren.

Abgänge der Leistungsträger machen FC Basel zu schaffen

Nachdem der FC Basel erstmals seit 9 Jahren kein Meister geworden war, wollten die Verantwortlichen in diesem Sommer den Kader so aufrüsten, dass kein Zweifel an der Vormachtstellung der Grenzstädter aufkommt. 13,25 Mio. € investierte der Klub in neue Spieler. Der größte Batzen wurde für Silvain Widmer ausgegeben. Der Schweizer kam aus der Serie A von Udinese Calcio und kostete 4,5 Mio. €. Auch Dimitri Oberlin, der bereits in der vergangenen Saison von RB Salzburg ausgeliehen war, war ähnlich teuer. 4,1 Mio. € schickte der FCB nach Österreich.

Allerdings muss Basel auch Jahr für Jahr etliche Leistungsträger abgeben. 9 Jahre in Folge (!) erzielten die Schweizer nun ein Transferplus. Und das ist gerade in diesem Sommer bisher beträchtlich. 13,25 Mio. € wurde ausgegeben, dafür 29,53 Mio. € eingenommen. Allein durch den Verkauf von Mohamed Elyounoussi an den FC Southampton generierte der FC Basel 18 Mio. €. Dafür erleidet er allerdings auch einen enormen Qualitätsverlust. Schließlich war der Norweger mit marokkanischen Wurzeln eine echte Waffe auf dem Flügel. In 65 Super League-Spielen gelangen ihm 21 Tore und 28 Assists. Auch die Abgänge von Tomas Vaclik (FC Sevilla) und Michael Lang (Borussia Mönchengladbach) lesen sich in der Transferbilanz gut, reißen in der Mannschaft allerdings auch ein nicht zu unterschätzendes Loch.

Macht es Koller?

Einen Vorteil hat der FC Basel jedoch. Durch den frühen Saisonstart hat er noch genügend Zeit, auf dem Transfermarkt zu reagieren. Geld ist vorhanden, benötigt wird nur noch passendes Spielermaterial. Die enormen Transfereinnahmen können aber auch auf dem Trainer-Transfermarkt ein Vorteil sein. Die Blick berichtete unmittelbar nach der Entlassung von Raphael Wicky, dass der ehemalige österreichische Nationaltrainer Marcel Koller Spitzenkandidat auf den Posten ist. Neben guten Ergebnissen bei den Nationalteams von Österreich und der Schweiz weiß der 57-Jährige auch, wie man die Schweizer Meisterschaft gewinnt. Mit dem FC St. Gallen gewann er 2000 den Titel, mit den Grashopper Zürich schaffte er dieses Kunststück 2003.

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