FC Barcelona: So finanzieren die Katalanen den Lewandowski-Deal

FC Barcelona: So finanzieren die Katalanen den Lewandowski-Deal

Noch vor einem Jahr war der FC Barcelona pleite. Die Liga verweigerte die Vertragsverlängerung von Lionel Messi, die Vereinslegende musste gegen seinen Willen die Koffer packen. In diesem Sommer ist von finanzieller Krise nicht mehr viel zu spüren. Nach einigen finanziellen Kniffen ist Barca einer der prägenden Protagonisten in dieser Transferperiode.

Dem Vernehmen beträgt der Schuldenstand vom FC Barcelona weiterhin mehr als eine Milliarde Euro. Nicht nur Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß wunderte sich unlängst im Zuge des Pokers um Robert Lewandowski: „Sie sind scheinbar Finanzkünstler, die trotz hoher Schuldenlast offenbar immer noch eine Bank finden, die ihnen Geld gibt, um sowas darzustellen. “

FC Barcelona verkauft Tafelsilber

An einem Spieler wie Lewandowski können die Katalanen nur interessiert sein, weil sie in den vergangenen Monaten Einnahmen der Zukunft veräußert haben. Das ist ein zwar gefährliches Spiel, allerdings sichert es die finanzielle Hanlungsfähigkeit in der Gegenwart. Erst im Juni verkaufte der Verein 10 Prozent seiner Fernsehrechte bis ins Jahr 2047 an eine amerikanische Investmentfirma. Der Deal spült mehr als 200 Millionen in die klammen Kassen, auch wenn die Einnahmen in den nächsten 25 Jahren fehlen werden. Netter Nebeneffekt des Deals: Dank des Ertrags schließt der Verein das Geschäftsjahr mit schwarzen Zahlen ab. Hätte Barca Verlust gemacht, hätte die Liga (alle Wetten zu LaLiga) die Gehaltsobergrenze des Vereins nach unten korrigiert. Die Folge: Weniger Geld im Etat für Spieler wie Lewandowski oder Raphinha.

Beim FC Barcelona steht aber noch mehr zum Verkauf. Unlängst meldete die spanische Zeitung „Mundo Deportivo“, dass eventuell weitere Anteile der Fernsehrechte veräußert werden sollen. Der Abschluss über rund 15 Prozent würde wohl weitere 400 Millionen Euro bringen. Zudem heißt das altehrwürdige Stadion des FC Barcelona nicht mehr „Camp Nuo“, sondern „Spotify Camp Nuo“. Der Streaminganbieter prankt zukünftig auch auf der Brust der stolzen Katalanen. Das Sponsoring bringt in den nächsten 12 Jahren rund 435 Millionen Euro ein.

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Offensive Transferstrategie

Die generierten Einnahmen lassen den FC Barcelona wieder zu einem Big Player auf dem Transfermarkt werden – zumindest in der laufenden Periode. Innenverteidiger Andreas Christensen kam ablösefrei vom FC Chelsea, der Ivorer Franck Kessie vom AC Mailand. Für die 2 begehrten Akteure bezahlte Verein zwar keine Ablöse, allerdings dürften üppige Handgelder geflossen sein. Zudem ist der Transfer von Raphinha so gut wie sicher. Der brasilianische Nationalspieler kommt für rund 55 Millionen von Leeds United. Barca stach im Poker um den 25-Jährigen sowohl den FC Chelsea und als auch Arsenal London aus.

Und dann wäre da ja auch noch Lewandowski. Nachdem die Bayern zu Beginn der Gerüchte trotz der deutlichen Äußerungen des Polen dem Wechsel einen Riegel vorschoben, wird der Transfer von Tag zu Tag wahrscheinlicher. Zwar stieg der Stürmerstar planmäßig ins Bayern-Training ein, allerdings sollen Kahn, Brazzo und Co. mittlerweile weich geworden sein, nachdem die Katalanen ihr Angebot für den 33-Jährigen ein weiteres Mal auf 50 Millionen plus Boni erhöht haben. Barca kann die Kohle auf den Tisch legen. Die Konten sind dank der verschiedenen Sponsoring-Deals und Verkäufe der Fernsehrechte wieder gut gefüllt.

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