Paulinho + X: Barcelonas größte Transfer-Flops

Paulinho + X: Barcelonas größte Transfer-Flops

Aus dem gefürchteten Dreizack des FC Barcelona ist vor dem Saisonstart in Spaniens LaLiga ein Einzack geworden. Neymar weg, Luis Suárez verletzt und die erklärten Wunsch-Transfers (Coutinho/Dembele) verzögern sich. Hilft der immerhin für 40 Mio. € verpflichtete Paulinho den Katalanen wirklich weiter?

Vorerst muss es Superstar Lionel Messi alleine richten – und wird es nach Meinung unserer Buchmacher auch tun. Quote 1.40, wenn der 5-malige Weltfußballer sein Team am heutigen Sonntag (ab 20:15 Uhr) gegen Betis Sevilla zum Sieg ballert. Selbst wenn Neuzugang Paulinho spielberechtigt wäre, ist es schwer zu glauben, dass der Brasilianer seinen Platz in der Offensivabteilung findet.

Scharfe Kritik von Hristo Stoichkov

Seine Verpflichtung kommt wie ein Alibi-Transfer daher. Frei nach Motto: Seht her, wir zaubern uns mal eben den nächsten Nationalspieler vom Zuckerhut herbei! Paulinho kam für etwa 1/5 der Rekordablöse, die der FC Barcelona für Neymar kassierte, aus Guangzhou Evergrande. In der Chinese Super League hat der 29-Jährige kaum auf Top-Niveau gespielt. Seine Stärken verkörpern nicht unbedingt die Barca-DNA.

In Fan-Kreisen gehen die Blicke – natürlich hinter vorgehaltener Hand – neidisch zum großen Rivalen nach Madrid. Marco Asensio, der heimliche Real-Held im Supercup. Beim 3:1 im Camp Nou traf er als Joker. Im Rückspiel leitete Asensio mit einem Traumtor den 2:0-Sieg über die Katalanen ein.

„Ich kenne seinen Berater sehr gut. Warum spielt Asensio nicht in Barcelona?“, fragt sich Vereinslegende Hristo Stoichkov mit einem Seitenhieb in Richtung Barca-Präsident Josep Maria Bartomeu. „Es ist traurig, sich einen Jungen mit einem goldenen linken Fuß entgehen zu lassen.“

Viele Brasilianer zündeten bei Barca nicht

Paulinho, 8 Jahre älter und ca. 35 Mio. € teuerer als Marco Asensio, droht als (überteuertes) Missverständnis in die Klub-Historie einzugehen. Unter den größten Flop-Transfers des FC Barcelona befinden sich bereits 3 seiner Landsleute.

In der Saison 2008/09 war Barca-Verteidiger Henrique an Bayer 04 Leverkusen ausgeliehen.

Henrique: Er kam, sah und war gleich wieder verschwunden. Von Palmeiras São Paulo für 8 Mio. € verpflichtet, bestritt der sofort an Bayer 04 Leverkusen ausgeliehene Henrique nicht ein einziges Pflichtspiel für Barcelona.

Keirrison: Der brasilianische Torschützenkönig wurde sogar 4 Mal an einen anderen Klub verliehen. Am Ende blieb der Stürmer ohne Einsatz – 14 Mio. für die Tonne!

Gabriel Milito: In 5 Jahren bei den Katalenen gewann Milito zwar stolze 10 Titel. Doch nach einem Kreuzbandriss in der Triple-Saison 2008/09 verpasste der Abwehrspieler viele Partien und fand nie seiner Top-Form zurück.

Geovanni Deiberson: Wie Milito kostete der Mittelfeldmann den 24-maligen Meister rund 20 Mio. €. Über eine Joker-Rolle kam Deiberson (ein Tor in 26 Partien) allerdings nicht heraus.

Dmytro Chygrynskiy: Er war der erste Ukrainer im Barca-Trikot und der vielleicht größte Flop der Guardiola-Ära. Nach nur einer Saison kehrte Chygrynskiy wieder zu Schachtar Donezk zurück. Bei diesem Transfer machten die Katalanen einen Verlust in Höhe von 14 Mio. €.

Javier Saviola: 49 Tore in 123 Partien klingen solide. Den hohen Erwartungen konnte der als neuer Maradona angepriesene Saviola trotzdem nicht gerecht werden. Das Barcelona den 37 Mio. € teuren Stürmer schließlich 2007 ablösefrei ziehen ließ, spricht Bände.

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