FC Augsburg: Jens Lehmann bringt Leben in die Puppenkiste

FC Augsburg: Jens Lehmann bringt Leben in die Puppenkiste

Der abstiegsbedrohte FC Augsburg hat Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann (49) am Dienstag als 4. Co-Trainer vorgestellt. Der Vize-Weltmeister von 2002 erhält einen Vertrag bis 30. Juni 2020. Ob und wie Lehmann der in Gefahr geratenen Idylle bei den bayerischen Schwaben zuträglich ist, wird sich zeigen.

Der FC Augsburg ist in der Bundesliga (Alle Bundesliga-Wetten) gemeinsam mit dem 1. FSV Mainz 05 und dem SC Freiburg so etwas wie das letzte Fußball-Idyll. Eine echte Postkarten-Idylle des deutschen Fußballs. Bescheiden, bodenständig, mit eigenem Charme hat sich der FCA in der Liga etabliert. 2015/2016 haben die Fuggerstädter unter Markus Weinzierl (jetzt VfB Stuttgart) sogar international gespielt.

Jens Lehmann im Biotop beim FC Augsburg: Geht das gut?

Die Idylle in Augsburg ist jedoch in den letzten Wochen und Monaten in Schieflage geraten. Seit 10 Spielen ist die Mannschaft von Trainer Manuel Baum (39) ohne Sieg. Nur 3 Saisonspiele konnte man insgesamt gewinnen – weniger Siege gelangen nur Hannover 96 und dem 1. FC Nürnberg (2). Zu dieser sportlichen Misere kommen in Augsburg unnötige Nebenkriegsschauplätze. Martin Hinteregger hat Trainer Baum im Bayerischen Rundfunk ungewohnt scharf kritisiert. „Unsere Abwärtsspirale geht jetzt schon ein Jahr, das ganze Jahr 2018 ist die Kurve eigentlich schon nach unten gegangen. Da ist keine Entwicklung. Ich kann nichts Positives über ihn sagen und werde auch nichts Negatives sagen“, sagt der Abwehrspieler. Ein Statement, das für den FCA zur Unzeit kommt.

FCA: Sportliche Talfahrt und zu viele Misstöne

Gleiches gilt für die Suspendierung des Brasilianers Caiuby. Der 30-jährige Stürmer hatte u. a. seinen Weihnachtsurlaub überzogen, leistete sich zuvor einen Disco-Eklat. Sportdirektor Stefan Reuter (52) teilte Caiuby am Montag mit, dass er sich einen neuen Klub suchen kann. In diese aufgeheizte Stimmung platzte am Montag nun die Nachricht von der Verpflichtung von Jens Lehmann (49) als 4. Co-Trainer.

Der Ex-Nationaltorhüter hat zuvor schon beim FC Arsenal unter Trainerlegende Arsene Wenger als Assistenzcoach gearbeitet. „Die Aufgaben eines Trainerteams sind so vielfältig und umfassend, dass wir zu dem Schluss gekommen sind, diese auf mehrere Schultern verteilen zu wollen und dadurch die Aufgabenbereiche auch noch mehr spezialisieren zu können“, wirbt sein früherer Nationalmannschafts- und Vereinskollege Stefan Reuter am Montag für Lehmann. Reuters Ansicht: „Jens Lehmann wird unter Manuel Baum daran mitarbeiten, unsere Mannschaft in der täglichen Arbeit weiterzuentwickeln.“ Wie dies geschehen soll und welche Aufgaben Lehmann konkret übernimmt, sagte er nicht.

Lehmann bleibt ein Typ, der polarisiert

Als TV-Experte für die Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei RTL liefert Lehmann seit 2014 Analysen, die selten unumstritten sind. Auch seine sonstigen Einlassungen („Marcel Schmelzer hat mir erzählt, dass er abgenommen hat, weil er keinen Zucker mehr isst“) muss man nicht immer verstehen. Wenn es FCA-Strategie ist, mit Lehmanns Aufnahme ins Trainerteam die Aufmerksamkeit von der angeschlagen wirkenden Mannschaft zu nehmen, wäre das ein genialer Schachzug. Wie auch immer. Jens Lehmann wird die Augsburger Postkarten-Idylle auf jeden Fall aufmischen.

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Jens Lehmann
Am 1. Mai 2010 verabschiedete sich Jens Lehmann gegen Mainz 05 von den Fans des VfB Stuttgart und natürlich auch von Maskottchen Fritzle.
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