Europas Serien-Brecher: 2 Legenden sind zurück

Europas Serien-Brecher: 2 Legenden sind zurück

In 3 europäischen Ligen wurde in dieser Saison die mitunter jahrelange Vorherrschaft von Serien-Meistern beendet. Die größten Meister-Comebacks lieferten dabei mit Spartak Moskau und Slavia Prag 2 Klubs, die zahlreiche Weltstars hervorbrachten…

An einem steilen Felsen, direkt an der malerischen Kvarner Bucht der kroatischen Hafenstadt Rijeka, liegt das Stadion Rujevica.

Auch Bobic spielte für HNK Rijeka

Hier spielt in der kommenden Saison der neue kroatische Fußballmeister: HNK Rijeka. Der Klub, für den u. a. Europameister Fredi Bobic, Damir Kreilach von Union Berlin oder Andrej Kramaric von Champions League-Qualifikant 1899 Hoffenheim am Ball waren, lieferte in der Saison 2016/2017 ein geschichtsträchtiges Meisterstück.

Historisch , weil der 1946 gegründete Klub satte 71 Jahre auf den 1. Meistertitel gewartet hatte. Zudem brach Rijeka die 11 Jahre anhaltende Vorherrschaft von Serien-Meister Dinamo Zagreb und feierte – da vorher schon als Titelträger feststehend – trotz eines 2:5 im Stadion des ärgsten Verfolgers Dinamo seinen Triumph. Das Team des slowenischen Trainers Matjaz Kek kassierte nur 2 Saison-Niederlagen und war mit 71 Treffern die angriffslustigste Mannschaft der kroatischen Liga. Mittelfeldspieler Franko Andrijasevic und Stürmer Mario Gavranovic steuerten jeweils 18 Saisontore bei. Gemessen am Fast-Bankrott von 2012 mutet dieser Erfolg wie ein kleines Fußballmärchen an. Die Klubbesitzer Gabriele Volpi und Damir Miskovic, die ihr Geld mit Ölfirmen in Nigeria verdienen, wollen in den kommenden Jahren Millionen bei HNK investieren.

Slavia: Von der Fast-Insolvenz zum Meister-Triumph

Vor wenigen Jahren ebenfalls am Nullpunkt: Slavia Prag. 2011 stand der 14-malige böhmische bzw. tschechoslowakische und bis dahin 3-fache Meister Tschechiens vor dem Bankrott. Der Absturz in die Amateurliga drohte, die Fans liefen Sturm. Die tschechische Natland Group und der seit 2015 als mehrheitlicher Anteilsnehmer fungierende chinesische Energiekonzern CEFC China brachten den Klub finanziell wieder in ruhigere Fahrwasser. Die Eigentümer aus Fernost pumpten € 57 Mio. Euro in den Verein, feuerten Trainer Dusan Uhrin Junior nach wenigen Wochen. Jaroslav Solhavy vom Stadtrivalen Dukla Prag führte Slavia als neuer Coach zum 1. Meistertitel seit 2009. Ein Triumph für den Verein, der damit die Dominanz von Emporkömmling Viktoria Pilsen – seit 2011 4 Mal tschechischer Meister – brechen konnte.

Die Liste an ehemaligen Spieler sich wie ein „Who is Who“ des tschechischen Fußballs liest. Radek Bejbl, Patrik Berger, Pavel Kuka, Karel Poborsky, Vladimir Smicer – sie alle trugen schon das rot-weiße Trikot mit dem Stern auf der linken Seite. Aktuell gilt Milan Skoda als prominentester Slavia-Spieler. Der Mittelstürmer musste sich mit 15 Saisontreffern die Torjägerkrone mit David Lafata von Sparta teilen.

Russlands beliebtester Klub darf wieder feiern

Riesen-Meisterjubel auch in Russland. Nach 16-jähriger Abstinenz kehrte Spartak Moskau im WM-Gastgeberland 2018 auf den Fußballthron zurück. Für die Moskowiter ist es der 1. Titel in der Ära der 2002 gegründeten Premjer-Liga. Vor Einführung der neuen russischen Eliteklasse beherrschte Spartak die Vorgängerliga praktisch nach Belieben: 1992 bis 1994 und von 1996 bis 2001 war „Das Volksteam“, wie der Verein aufgrund seiner riesigen Popularität in Russland und in der Sowjetunion genannt wird, praktisch konkurrenzlos. Mit Lucas Barrios, Rinat Dassajew, Stipe Pletikosa oder Sergej Juran kann Spartak über mangelnde Promidichte nicht klagen. Doch mit der Dominanz war es spätestens mit dem sportlichen Aufrüsten von Klubs wie Rubin Kasan oder Zenit St. Petersburg vorbei.

Namhafte Trainer wie Unai Emery oder Murat Yakin konnten den Erfolg nicht zurückbringen. Zum Saisonstart 2016/2017 musste Coach Dmitri Alenitschew nach dem EL-Aus gegen AEK Larnaka gehen. Der 53-jährige Italiener Massimo Carrera übernahm und führte Spartak mit Stars wie dem Niederländer Quincy Promes oder dem Brasilianer Luiz Adriano zum Titel. Und das ungeachtet der minimalistisch anmutenden Tor-Ausbeute von nur 46 Treffern in 30 Partien.

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Der Ex-Schalker Mario Gavranovic gibt jetzt bei HNK Rijeka den Vorsänger.
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