Road to EURO 2020: Die Lehren aus der Qualifikation

Road to EURO 2020: Die Lehren aus der Qualifikation

Am 17. März letzten Jahres zog die UEFA die Notbremse. Die paneuropäische EURO 2020 wurde coronabedingt auf Juni 2021 verschoben. 53 Wochen später gilt: Der Ball soll rollen – möglichst in allen 12 Ländern! Unsere Grafik zeigt, wie sich jede Nation qualifiziert hat und wie aussagekräftig die Resultate durch die Verlegung noch sind.

Gruppe A

Nur ein ehemaliger Titelträger tummelt sich in Gruppe A. Die perfekte Qualifikation der Squadra Azzurra mit 10 Siegen weckte mehr als leise Hoffnungen auf den 2. Titel seit 1968, als Italien im eigenen Land triumphiert hat. Um das Momentum aufrechtzuerhalten, braucht es wiederum mehr als die traditionell sattelfeste Abwehr.

In den Gruppen-Duellen mit der Schweiz, die während der Quali mehr Schüsse pro Spiel abgegeben haben als jedes andere Team, und der Türkei (8 Mal ohne Gegentor) müssen die Mannen von Trainer Roberto Mancini auf beiden Seiten des Feldes überzeugen.

Gruppe B

Gemäß FIFA-Weltrangliste ist Belgien das Team, das es bei dem Turnier zu schlagen gilt. Auf dem Weg zur EURO 2020 verbverbuchten die seit 2019 der der Spitze rangierenden Roten Teufel 10 Siege bei einem Torverhältnis von 40:3.

Als wahrscheinlichster Herausforderer in der Gruppe B wäre der Überraschungssieger von 1992, Dänemark, zu nennen. Nachdem die Hälfte aller Quali-Spiele unentschieden endete, drängt sich die Frage auf, ob die offensive Durchschlagskraft von Kasper Dolberg und Yussuf Poulsen ausreicht.

In dieser Gruppe gibt es auch einen von 2 Debütanten bei der Europameisterschaft. Finnlands Weiterkommen hängt nicht zuletzt von der Form eines Spielers ab: Teemu Pukki! Der aus der Bundesliga (Schalke 04) bekannte Stürmer erzielte 10 der 16 finnischen Treffer.

Gruppe C

Die Gruppe C beinhaltet einen Ex-Europameister als auch einen Underdog ohne Erfahrung bei großen Turnieren. Gemeint sind die Niederlande sowie Nordmazedonien. 

Wiedererstarkt, aber eben noch nicht titelreif präsentierte sich die Elftal bei der Qualifikation, die auf Rang 2 abgeschlossen wurde. Hauptgrund dafür: Die Vielzahl an zugelassenen Chancen (siehe Grafik). Kurioserweise trifft das Team in der Endrunde nun auf eine ukrainische Mannschaft, die in dieser Hinsicht Vorbild war. Von 40 Torschüssen landeten nur vier im eigenen Netz.

Da sich Österreich während der Qualifikation als verschwenderisch im Abschluss herausstellte und die Nordmazedonier gar das torärmste aller Euro 2020-Teams sind, könnte die Torhüterleistung hier kein entscheidender Faktor sein.

Gruppe D

Hurrikan-Alarm in Gruppe D. Angeführt von Harry Kane erzielte England im Schnitt wahnsinnige 4,6 (!) Tore pro Spiel und wird sich vor dem Duell mit Kroatien die Hände reiben. Der WM-Finalist von 2018 blieb wiederum nur in 2 Spielen ohne Gegentor.

Die Anwesenheit des historischen Rivalen Schottland (Ø 1,7 Gegentore) löst ebenso eher Optimismus als Sorgen im Lager der Three Lions aus. Die Tschechische Republik ist der einzige Titelträger in der Gruppe D und sollte sich eine Scheibe von England abschneiden, nachdem in der Quali fast 10 Schüsse für jedes Tor benötigt wurde.

Gruppe E

Trotz Milan Skriniar (Inter Mailand) als Abwehrchef wird die Slowakei mit mittelgroßen Defensivsorgen zur Endrunde reisen. 15 zugelassene Schüsse der Gegner bedeuten den negativen Bestwert.

Schweden ist einer von nur 4 EM-Teilnehmern, die mindestens die Hälfte ihrer Schüsse aufs Tor brachte, während der 2-malige Europameister Spanien bei der Anzahl der kreierten Chancen unter den Top 3 rangiert. Der Haken bei den Tiki Taka-Künstlern: Es fehlt an einem dominanten Torjäger. Weder Alvaro Morato noch Rodrigo oder Gerard Moreno trafen mehr als 4 Mal.

Gruppe F

Hammer-Gruppe? Todesgruppe? Nicht zufällig kursieren für die Gruppe F mitunter martialische Begriffe. Die ehemaligen Europameister Deutschland (3), Frankreich (2) und der amtierende Titelträger Portugal bringen es zusammen auf 6 EM-Pokale. Ungarn komplettiert als krasser Außenseiter mit Heimvorteil Budapest die Gruppe.

Die Abwehrreihen könnten hier ausschlaggebend sein: Les Bleus mit ihrem defensiv denkenden Trainer Didier Deschamps erlaubt dem Gegner durchschnittlich 1,7 Schüsse aufs Tor. Als eines von nur 3 Teams kassierten die Portugiesen noch nie den letzten Treffer eines Spiels. 

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