Erste BVB-Niederlage: Dämpfer zur richtigen Zeit

Erste BVB-Niederlage: Dämpfer zur richtigen Zeit

Es ist passiert: Borussia Dortmund hat unter Lucien Favre die erste Pleite hinnehmen müssen. Bei Atletico Madrid verloren die Schwarz-Gelben hochverdient mit 0:2. Nach zuvor 12 Siegen und 3 Unentschieden war es der erste Rückschlag für die junge Mannschaft. Trotzdem gibt es natürlich keinen Grund, um nach der ersten BVB-Niederlage den Kopf in den Sand zu stecken. Ganz im Gegenteil. Vor dem Topspiel gegen Bayern München war die Partie in der spanischen Hauptstadt der benötigte Wachmacher.

Vorweg: Atletico Madrid ist eine europäische Spitzenmannschaft und zählt zu den heimstärksten Teams in Europa. In den vergangenen Jahren kamen zahlreiche Topklubs (u. a. Real Madrid, Bayern München, Arsenal) bei den Rojiblancos unter die Räder. Trotz des klaren 4:0-Hinspielerfolgs war klar, dass auf den BVB im Wanda Metropolitano eine Mammutaufgabe wartet. Die Niederlage in Madrid ist kein Beinbruch – zumal Dortmund den direkten Vergleich für sich entschieden und weiterhin beste Chancen hat, die CL-Gruppe A auf Platz 1 abzuschließen. Vor der Saison hat niemand im schwarz-gelben Umfeld erwartet, dass die junge Mannschaft mit neuem Trainer dermaßen furios in die Spielzeit starten wird. Spieler, Verantwortliche und Fans werden die Pleite gegen Atletico richtig einordnen.

Niederlage schärft die Sinne

Roman Bürki sagte nach dem Spiel: „Vielleicht ist es nach diesem furiosen Start gar nicht so schlecht, ein bisschen auf den Boden der Tatsachen zu kommen und uns so auch auf das wichtige Spiel am Wochenende vorbereiten zu können. Das schärft die Sinne.“ Den Worten des Schweizers ist nichts hinzuzufügen. Nach dem furiosen 4:0-Hinspielerfolg über Atletico ließ die Mannschaft in den folgenden Spielen (unbewusst) ein wenig die Zügel schleifen – ohne dafür großartig bestraft zu werden. Gegen Hertha (2:2) offenbarte das Favre-Team erstmals Nachlässigkeiten in der Chancenverwertung. Im Pokal tat sich die Mannschaft gegen Zweitligist Union Berlin (3:2) sehr schwer, überhaupt Möglichkeiten herauszuspielen. Gleiches gilt für die Partie am vergangenen Samstag in Wolfsburg (1:0), wo in vielen Phasen Zielstrebigkeit und Tempo fehlten.

Roman Bürki mit guter Leistung
Roman Bürki kassierte in dieser Saison in 15 Spielen bislang 13 Gegentor (7-mal zu Null).

Aus den Fehlern lernen

Es war klar, dass die Borussia den Lauf der vergangenen Wochen nicht über eine gesamte Saison und in jedem Spiel würde durchziehen können. 3 bis 4 Treffer pro Partie, berauschender Offensivfußball und eine extreme Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor – irgendwann musste es in diesen Bereichen Rückschläge geben. Gegen Atletico ließ Dortmund erstmals in dieser Spielzeit all das vermissen, was das Team zuvor auszeichnete. Jetzt gilt es daraus die Lehren zu ziehen und sich für das Topspiel gegen die Bayern wieder auf die eigenen Stärken zu besinnen: Sicheres und sauberes Passspiel, Ballbesitzphasen mit Raumgewinn ohne Hektik, Tempoverschärfungen und gewonnene Eins-gegen-Eins-Duelle auf den Außenbahnen sowie das Kreieren von Abschlusssituationen in Tornähe. Dann wird der BVB aufgrund der hohen Qualität zwangsläufig zurück in die Erfolgsspur finden – am besten schon am kommenden Samstag …

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