Dynamo Dresden - Der Durchmarsch ist noch möglich

Dynamo Dresden – Der Durchmarsch ist noch möglich

Die SG Dynamo Dresden spielt eine starke Zweitligasaison. 10 Spieltage vor Saisonende steht für den sächsischen Aufsteiger der 5. Platz zu Buche. Das primäre Ziel Klassenverbleib ist zwar rechnerisch noch nicht erreicht. Der Vorsprung von 16 Punkten auf Relegationsplatz 16 ist aber bereits komfortabel genug. Dresden darf also durchaus nach oben schielen und sich ohne Druck mit den Aufstiegsrängen beschäftigen.

Dass die Mannschaft von SGD-Trainer Uwe Neuhaus so gut dasteht und nur 7 Zähler Rückstand auf den Tabellendritten Hannover 96 hat, liegt auch an der Dresdner Stärke in fremden Stadien. Die Schwarz-Gelben sind mit 20 Punkten die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Liga. Nur Spitzenreiter VfB Stuttgart (21) hat auswärts mehr Zähler gesammelt als Dresden.

In Lauerstellung hinter der Top 4

Nach der Spitzengruppe, die aus dem VfB Stuttgart (49 Zähler), dem 1. FC Union Berlin (47), Hannover 96 (45) und Eintracht Braunschweig (44) besteht, ist die SG Dynamo derzeit die einzige Mannschaft, die Tuchfühlung hat.

Die aktuelle Form der Neuhaus-Elf spricht dafür, dass Dresden dazu in der Lage ist, oben anzugreifen und sich die Möglichkeit offen zu halten, den Durchmarsch in die 1. Bundesliga zu schaffen. Aus den letzten 3 Partien holten die Sachsen, die zuletzt 1995 im Oberhaus am Ball waren, 7 von 9 möglichen Punkten. Bei den Mitaufsteigern FC Erzgebirge Aue (4:1) und Würzburger Kickers (2:0) gab es jeweils Siege, gegen den 1. FC Kaiserslautern musste sich Dresden in einer torreichen Begegnung (3:3) mit einem Remis begnügen.

Auswärts jetzt in Stuttgart und Braunschweig

In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob Dresden seine Auswärtsstärke auch in den entscheidenden Spielen unter Beweis stellen kann, um Kontakt zur Spitzengruppe zu halten. Die nächsten beiden Partien in der Fremde sind am 2. April (ab 13:30 Uhr) beim VfB Stuttgart und eine Woche später im Montagsspiel am 10. April (ab 20:15 Uhr) bei Eintracht Braunschweig.

Gleichzeitig muss aber vor heimischer Kulisse mal wieder gewonnen werden. Seit 5 Begegnungen wartet Dresden im DDV-Stadion auf einen Sieg (4 Remis, eine Niederlage). In der Heimtabelle rangiert die SGD mit 18 Zählern gerade einmal auf Platz 11.

Neuhaus ein Spezialist für Aufstiege

Dresdens Trainer Uwe Neuhaus ist schon mehrmals mit einer Mannschaft in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Bevor es der 57-jährige Fußball-Lehrer im letzten Sommer mit der SG Dynamo packte, hatte der gebürtige Hattinger auch schon mit Rot-Weiss Essen (2006) und dem 1. FC Union Berlin (2009) den Sprung in das Unterhaus geschafft.

Der Aufstieg in die 1. Bundesliga ist Neuhaus aber noch nie gelungen. Dieses Jahr könnte es soweit sein, wenn die direkten Duelle gegen die Konkurrenz gewonnen werden und auch in den restlichen 5 Heimspielen ähnliche Leistungen gezeigt werden können, wie in der Fremde.

Fakt ist: Dresden gehört mittelfristig wieder in die Bundesliga. Der Zuschauerschnitt (28.979), die Mitgliederanzahl (über 19.000) sowie die große Tradition des ehemaligen DDR-Spitzenklubs und mehrfachen Europapokal-Teilnehmers sind bereits erstklassig.

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