Die Bundesliga – ein hartes Pflaster für Aufsteiger

Die Bundesliga – ein hartes Pflaster für Aufsteiger

In den vergangenen fünf Jahren musste jedes Jahr mindestens ein Aufsteiger postwendend wieder aus der Bundesliga absteigen. Die Zeiten, als Neulinge noch Meister werden konnten, sind längst vorbei …

1997/98 schaffte der 1. FC Kaiserslautern bei seinem Erstliga-Comeback gleich den Meistertitel – vor den Münchner Bayern. Auch die Mitaufsteiger Hertha (Elfter) und Wolfsburg (Vierzehnter) hielten sich wacker. In den letzten Jahren war das oft anders. Ein Überblick.

Saison 2009/10:
Aufsteiger aus der zweiten Liga:
Nürnberg, Freiburg, Mainz.
Davon gleich wieder abgestiegen:
Keiner. Allerdings rettete sich der Club erst in der Relegation (1:0 und 2:0 gegen Augsburg).
Und dann?
Nur Mainz spielt noch immer in der ersten Bundesliga. Nürnberg stieg 2014 in die zweiten Bundesliga ab, Freiburg erwischte es in der aktuellen Spielzeit.

Saison 2010/11:
Aufsteiger aus der zweiten Liga:
Kaiserslautern, St. Pauli.
Davon gleich wieder abgestiegen:
St. Pauli.
Und dann?
Die Hamburger kicken noch immer in der zweiten Bundesliga. Im ersten Jahr nach dem Abstieg durfte St. Pauli lange auf den direkten Wiederaufstieg hoffen, am Ende gab es Platz 4. Nach den Rängen 10 und 8 schaffte der Kiezklub in dieser Spielzeit erst auf den letzten Drücker den Klassenerhalt. Kaiserslautern überzeugte im Premieren-Jahr als Siebter, stieg aber in der folgenden Saison ebenfalls ab.

Saison 2011/12:
Aufsteiger aus der zweiten Liga:
Augsburg, Hertha BSC.
Davon gleich wieder abgestiegen:
Hertha BSC.
Und dann?
Nach der Relegationspleite gegen Düsseldorf (1:2, 2:2) verkrafteten die Berliner den Absturz besser als erwartet. Schon in der Saison 2012/13 schlug die Hertha zurück: Als Zweitliga-Meister ging es schnurstracks wieder in die Beletage des deutschen Fußballs. Dort hält sich die Alte Dame bis heute – auch wenn in dieser Spielzeit lange gezittert werden musste.

Saison 2012/13:
Aufsteiger aus der zweiten Liga:
Eintracht Frankfurt, Düsseldorf, Fürth.
Davon gleich wieder abgestiegen:
Düsseldorf, Fürth.
Und dann?
Düsseldorf landete in Liga 2 seither auf den Plätzen 6 und 10. Fürth schaffte 2013/14 den Sprung auf den Aufstiegs-Relegationsplatz, scheiterte dort aber am HSV. In dieser Spielzeit wurde der Abstieg in Liga 3 mit Mühe und Not gerade noch verhindert.

Saison 2013/14:
Aufsteiger aus der zweiten Liga:
Hertha BSC, Braunschweig.
Davon gleich wieder abgestiegen:
Braunschweig.
Und dann?
Die Eintracht hielt sich in der zweiten Bundesliga gut, spielte lange Zeit um den Aufstieg mit und beendete die Saison schließlich als Sechster. Auf der Bank sitzt mit Thorsten Lieberknecht immer noch der Coach, der mit Braunschweig 2013 auf- und 2014 abstieg.

Saison 2014/15:
Aufsteiger aus der 2. Liga:
Köln, Paderborn.
Davon gleich wieder abgestiegen:
Paderborn.
Und dann?
Ob Trainer Andre Breitenreiter an Bord bleibt, ist noch unklar. Dementsprechend schwierig gestaltet sich die Kaderplanung. Mit dem sofortigen Wiederaufstieg rechnen – angesichts der hochkarätigen Konkurrenz in der kommenden Saison (Leipzig, Lautern, …) – nur die wenigsten.

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Kaiserslautern, der Aufsteiger mit der Meisterschale.
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