DFB-Pokal: Lobhudelei nach Stuttgart-Gala - Zu viel für den HSV!

DFB-Pokal: Lobhudelei nach Stuttgart-Gala – Zu viel für den HSV!

Diese Gratulationen kamen wohl zu früh. Der Hamburger SV, Tabellenführer in der 2. Liga, hat die 2. Auflage des Duells gegen den VfB Stuttgart mit 1:2 nach Verlängerung verloren. Es war ein packender Pokalfight, der aber auch zeigte, dass die Hamburger längst noch nicht dort sind, wo sie gerne wären.

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Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat wollte den Hamburger SV nach dem 2:6 (1:3)-Debakel im Zweitliga-Spitzenspiel am vergangenen Samstag wahrscheinlich in Sicherheit wiegen. „Ich kann dem HSV jetzt schon zum ersten Aufstiegsplatz gratulieren“, sagte der ehemalige Scout von Borussia Dortmund in BILD am SONNTAG. Eine Aussage, die verwunderte. Erstens sind nur 11 Spiele absolviert. 2. fehlt dem HSV (noch) die Stabilität, um mit solchen Lobeshymnen umzugehen. Das hat das Pokalmatch, das 2. Aufeinandertreffen mit dem VfB Stuttgart binnen von 76 Stunden, am Dienstagabend gezeigt. Trotz ansprechender Leistung, das wollen wir nicht unterschlagen.

Warum das 6:2 für den HSV gegen Stuttgart kein Maßstab war

Das „6:2-Spektakel“, wie BILD am SONNTAG die Partie im erstmals in dieser Saison ausverkauften Volksparkstadion beschrieben hat, wirkte nämlich trügerisch. Ex-Nationalspieler Gonzalo Castro steuerte auf Stuttgarter Seite ein Eigentor bei. 2 Tore wurden im DFL-Keller in Köln vom Video-Assisstenten überprüft, unter anderem wird den Stuttgartern das mögliche 4:3 von Philipp Förster aberkannt. „Stuttgart hat zu hoch verloren“, mahnte HSV-Coach Dieter Hecking (54) nach der Partie, „es gab Phasen, in denen das Spiel hätte kippen können.“

,,Hier entsteht etwas völlig Neues“

Wenig hilfreich war auch das am Montag vor dem Pokalspiel im Kicker-Sportmagazin erschienene Interview mit Hamburgs Bayern-Leihgabe Adrian Fein (20). Der Mittelfeldspieler feuerte die Euphorie um den HSV mit seinen Aussagen unbewusst an. „Hier entsteht etwas völlig Neues“, schwärmte Fein vom ehemaligen Bundesliga-Dino, bei dem in den letzten Jahren Inkonstanz die einzige Konstante waren. „Im Vergleich zu den letzten Jahren habe ich das Gefühl, dass man den HSV fast nicht wiedererkennt“, setzte Fein seine Lobeshymne fort, „nehmen wir das Beispiel Bakery Jatta. Die Schlagzeilen um ihn haben den Verein nicht aus dem Tritt gebracht und in Unruhe gebracht, sondern alle noch enger zusammengeschweißt.“ Dies, so Fein im gleichen Interview, gelte auch für die 0:2-Derbyniederlage beim FC St. Pauli.

Er weiß aber auch: „Der HSV ist ein Verein, der extrem polarisiert.“ Und der im hektischen Umfeld der hanseatischen Metropole wie kein anderer Klub im Fokus steht. Auf dem Hamburger Boulevard gibt es keine Grautöne, sondern nur schwarz oder weiß.

Ohne Sonny Kittel ist der HSV nur die Hälfte wert

„Aus gegen Stuttgart – Hier platzt der Pokal-Traum des HSV“, titelte etwa das Boulevardblatt Hamburger Morgenpost am Mittwoch – und zeigte dazu das Foto des Siegtreffers für den VfB durch den eingewechselten Hamadi Al Ghaddioui (114.). Bei aller gebotenen Voreiligkeit: Mit einem erneuten Durchmarsch des Pokalsiegers von 1987 bis ins Halbfinale wie im Vorjahr war wirklich nicht zu rechnen. Dafür ist die Mannschaft von Dieter Hecking, der auf 3 Positionen rotierte, noch nicht gefestigt genug. Insbesondere Neuzugang Sonny Kittel, der erst in der Verlängerung für den verletzten Josha Vagnoman kam, ist bei 7 Toren und 2 Assists aus 11 Zweitliga-Spielen nicht aus der Startelf wegzudenken.

Lobhudelei kostete den HSV 2019 den Aufstieg

Dem HSV ist das viele Lob nach dem starken Auftritt gegen den VfB Stuttgart in der 2. Liga (Alle Wetten zur 2. Liga) nicht ganz bekommen. Dass der Klub nach einem überzeugenden Sieg gefeiert wird und dann nicht mehr nachlegen kann, dafür gibt es ein mahnendes Beispiel. Dem 4:0 im Derby beim FC St. Pauli am 19. März 2019 folgten 8 Spiele ohne Sieg, in denen der sicher geglaubte Wiederaufstieg vergeben wurde.

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Neuzugang Sonny Kittel hat sich beim HSV zum Führungsspieler aufgeschwungen.
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