DFB-Elf: Beispiele, die Gonzalo Castro Hoffnung machen

DFB-Elf: Beispiele, die Gonzalo Castro Hoffnung machen

Gonzalo Castro wurde trotz starker Leistungen für Borussia Dortmund wieder nicht für die Nationalmannschaft nominiert. Joachim Löw verzichtet auch in den Spielen gegen Tschechien und Nordirland auf den Mittelfeld-Allrounder. Trotzdem macht der Bundestrainer dem 29-Jährigen Hoffnung auf ein Comeback in der DFB-Elf.

Seit einem 3:0-Sieg in einem Testspiel in Wien gegen Österreich Anfang Februar 2008 wurde Gonzalo Castro nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft nominiert. Trotz guter Leistungen im Trikot von Borussia Dortmund – Castro gelangen 2 Tore und 4 Assists in den ersten 6. Bundesligaspielen – überging ihn Löw für die anstehenden Spiele in der WM-Qualifikation erneut. Aber der Bundestrainer schließt ein Comeback des 29-Jährigen in Zukunft nicht aus. Dem kicker sagte er:

„Wir haben ihn wieder im Blickfeld. Er hat in Dortmund eine gute Entwicklung gemacht. Er spielt variabler, flexibler und dynamischer als in Leverkusen.“

Bislang absolvierte Castro 5 Länderspiele für Deutschland. Sein Debüt gab er am 28. März 2007 gegen Dänemark (0:1). Seinen bislang letzten Einsatz hatte der gebürtige Wuppertaler im EM-Qualifikationsspiel gegen Wales (0:0) am 21. November 2007. 56 Minuten stand er damals als rechter Mittelfeldspieler auf dem Platz.

Es gibt einige Fälle in der langen Geschichte der deutschen Nationalmannschaft, die Castro Hoffnung machen. Die folgenden Spieler schafften trotz einer langen Zeit der Nicht-Nominierung ihr Comeback in der DFB-Auswahl:

Mario Gomez

Der Stürmer ist das aktuellste Beispiel, dass ein Comeback in der Nationalmannschaft unter Löw gelingen kann. Eigentlich ist Gomez eine feste Größe im DFB-Team. Sein Debüt feierte er im Februar 2007 gegen die Schweiz (3:1). Allerdings stand er zwischen September 2013 und September 2014 ein Jahr lang nicht im Kader. Nach einem Einsatz im Testspiel gegen Argentinien wurde er im Anschluss erneut bis November 2015 nicht berufen.

René Adler

Der Torwart war auf dem besten Weg, sich als neue Nummer 1 im DFB-Tor zu etablieren. Eine Verletzung kostete ihn die Teilnahme an der WM 2010 in Südafrika. Dort nutzte bekanntlich Manuel Neuer seine Chance. Nach seiner Verletzung wurde Alder wieder nominiert, schaffte im Anschluss aufgrund schwacher Leistungen im Verein aber zwischen August 2011 und November 2012 nicht mehr den Sprung in den Auswahl-Kader. Seit November 2013 ist er beim DFB komplett außen vor.

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Alexander Zickler schaffte nie den endgültigen Durchbruch beim DFB.

Alexander Zickler

Der Stürmer absolvierte insgesamt 12 Länderspiele (2 Tore). Kam er nach seinem Debüt (November 1998) in den folgenden 2 Testspielen noch zum Einsatz, wurde er anschließend 1,5 Jahre gar nicht nominiert. Auch zwischen November 2001 und August 2002 wurde er nicht berücksichtigt. Trotzdem schaffte er immer wieder sein Comeback in der Landesauswahl, bevor er im Oktober 2002 letztmals für Deutschland auflief.

Fredi Bobic

Nach seinem Debüt im Oktober 1994 war Bobic mal mehr, mal weniger fester Bestandteil der Nationalmannschaft. Komplett außen vor war er allerdings von Februar 1998 bis November 2002. Nach knapp 4,5 Jahren lief Bobic dann nochmals für die DFB-Auswahl auf und beendete mit dem Aus in der Vorrunde bei der EM 2004 seine internationale Karriere.

Christian Ziege

74 Mal trug der Linksverteidiger das Trikot mit dem Adler auf der Brust. Insgesamt dauerte seine Länderspiel-Karriere von Juni 1993 bis Juni 2004. Zwischen Juni 2002 und Mai 2004 war er allerdings kein Bestandteil der Mannschaft. Kurz vor der EM 2004 feierte er sein Comeback, stand allerdings nur noch ein weiteres Mal auf dem Platz.

Christian Wörns

Der Abwehrspieler debütierte im April 1992 für das DFB-Team. Nach einigen weiteren Einsätzen legte er allerdings eine ungewollte Pause für Deutschland ein. Von Dezember 1992 bis August 1997 wurde er – mit 4 Ausnahmen zum Jahresende 1995 – nicht mehr von Bundestrainer Berti Vogts nominiert. Nachdem ihn Jürgen Klinsmann nicht für die Heim-WM 2006 in den Kader berief, beendete Wörns seine Länderspiel-Karriere.

Lothar Matthäus

Mit 150 Einsätzen ist Matthäus bis heute deutscher Rekordnationalspieler. Seine DFB-Laufbahn umfasst den Zeitraum von Juni 1980 bis Juni 2000. Allerdings gehörte er von Dezember 1994 bis Mai 1998 über 4 Jahre lang nicht zum Kader. Ohne diese unfreiweillige Auszeit, aufgrund von Nicht-Nominierungen, hätte Matthäus seinen heutigen Rekord weiter ausbauen können.

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Ein Grund für die lange Auszeit von Matthäus im DFB-Team waren Unstimmigkeiten mit Bundestrainer Berti Vogts.
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