Der Bullen-Hammer: RBL und Hasenhüttl trennen sich

Der Bullen-Hammer: RBL und Hasenhüttl trennen sich

Das wars! Seit Mittwochmittag steht fest: RB Leipzig und sein Erfolgstrainer Ralph Hasenhüttl gehen getrennte Wege. Für den Bundesliga-Überflieger bedeutet dies das Ende einer Ära. Nach monatelanger Hinhalte-Taktik aller Beteiligten…

Ausgerechnet Berlin! Es entbehrte am Samstag nicht einer gewissen Ironie des Schicksals, dass Ralph Hasenhüttl sein letztes Spiel als Trainer von RB Leipzig im Olympiastadion bestritt. Hier hatte er am 32. Spieltag der vergangenen Saison den größten Bundesliga-Erfolg des erst 2009 gegründeten Klubs perfekt gemacht. Leipzig qualifizierte sich damals mit einem fulminanten 4:1 gegen Hertha BSC für die Champions League. Ein nicht minder spektakulärer 6:2-Kantersieg gegen die Berliner führte RBL nun in die Europa League. Was viele RBL-Fans wohl schon ahnten: Es war die Abschiedsvorstellung des Erfolgscoachs. „Ich möchte mich nur über den Sieg freuen, über alles andere habe ich mir keine Gedanken gemacht“, kommentierte der 50-jährige Österreicher nach dem Spiel die Gerüchte um seinen vorzeitigen Abschied.

RB Leipzig: Zurück auf Los nach dem Hasenhüttl-Abschied

Seit Mittwoch hat das Rätselraten um Ralph Hasenhüttl ein Ende. Der Coach, der RBL 2017 in die Champions League führte, und der Red-Bull-Verein gehen künftig getrennte Wege. Ein Hammer. Am Dienstag war Hasenhüttl in die finale Verhandlungsrunde mit RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (42) und Sportdirektor Ralf Rangnick gegangen. Der 59-jährige Schwabe und der rührige Österreicher galten als das Erfolgsgespann der Leipziger. Hasenhüttls Ziel war es, sein 2019 auslaufendes Arbeitspapier nach monatelangem Zögern zu verlängern. Das misslang. Nach den RB-Bossen, so berichtet Kicker.de am Mittwochmittag, sollte Hasenhüttl ohne Zukunfts-Absicherung in sein 3. und letztes Vertragsjahr gehen. Keine Chance.

Ohne diese Rückendeckung von Vereinsseite wollte sich Hasenhüttl, der den Klub bis ins Europa-League-Viertelfinale gebracht hatte, nicht mehr auf die Bank setzen. „Der Coach wollte mehr, wollte zwei nicht nur aus seiner Sicht erfolgreiche Spielzeiten gewürdigt wissen. In Form einer Ausweitung des Kontraktes – laufzeittechnisch und finanziell“, kommentierte RBL-Insider Guido Schäfer bei Sportbuzzer.de, „in der Rolle des Bittstellers sah sich der 50-Jährige nicht.“

Hasenhüttls Abgang lag nicht am Saisonverlauf

Es war das Ende einer Ära – und der unwürdige Schlusspunkt einer schwierigen Saison in Leipzig. Die Mannschaft konnte die nach der Vizemeisterschaft im Premierenjahr gestiegenen Erwartungen in der Bundesliga nicht erfüllen. Ein Bayern-Jäger (Alle Bundesliga-Meisterwetten 2018/2019) waren die Sachsen zu keinem Zeitpunkt der Saison. Zudem erwies sich die Doppelbelastung mit Champions League und europäischem Unterhaus als ein Stresstest, den RBL letztlich nicht bestand. Platz 6 in der Liga und 53 Punkte machen unter dem Strich 14 Zähler weniger als im Vorjahr.

Das „Aus“ für Hasenhüttl resultiert jedoch nicht aus der schwachen Saisonleistung der Roten Bullen. Die Mannschaft um Kapitän Willi Orban hatte sich explizit für ein Weitermachen mit Hasenhüttl ausgesprochen.

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Rangnicks Fehleinschätzung

Ausschlaggebend für den Trainer-Hammer von Leipzig ist eine monatelange Hängepartie. Seit einem halben Jahr hatten Hasenhüttl und RBL gezögert. Im Dezember wollte Rangnick seinen Coach bereits zur Vertragsverlängerung bringen. Hasenhüttl wollte damals jedoch „die internationale Saison noch abwarten“. Vermutlich sollte ein Erreichen des EL-Finales seinen Marktwert in die Höhe treiben. Im Frühjahr folgte die Kehrtwende. Hasenhüttl wollte bleiben, die Klubführung blockte ab. „Es wäre wünschenswert, dass wir bis zur neuen Saison Klarheit haben“, sagte Rangnick im Februar mit pikiertem Unterton in einem Kicker-Interview. Noch am Sonntag beim Abschiedsspiel für Klublegende Dominik Kaiser (29 / 156 Liga-Spiele für RBL seit 2012) schwadronierte Rangnick, dass Hasenhüttl auch „nächste Saison noch Trainer von RB“ sei. Ein Ablenkungsmanöver, mehr nicht.

Seit Mittwoch liegen die Fakten auf dem Tisch. Hasenhüttls Vertrag wurde aufgelöst. Mit den Spekulationen um einen möglichen Nachfolger wird es in Leipzig im Sommer nicht ruhiger werden.

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Das Erfolgsgespann Ralph Hasenhüttl und Ralf Rangnick wird es bei RB Leipzig künftig nicht mehr geben.
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