Das „neue“ OM: Riesen-Hürde für Eintracht Frankfurt

Das „neue“ OM: Riesen-Hürde für Eintracht Frankfurt

Europa-League-Rückkehrer Eintracht Frankfurt hätte für den ersten Spieltag kaum einen gewichtigeren Gegner erwischen können. Vorjahres-Finalist Olympique Marseille kommt mit Stars für mehr als 260 Mio. € in die Gruppenphase. Dennoch gibt es eine Chance für die SGE.

Diese Situationen kennt man bei Eintracht Frankfurt vielleicht besser als bei jedem anderen Bundesliga-Verein. Im Pokalfinale gegen den FC Bayern München (3:1) oder vor den beiden Pokal-Halbfinals 2017 in Mönchengladbach und 2018 auf Schalke setzten allenfalls Berufsoptimisten auf die Hessen.

Nichts kann Eintracht Frankfurt besser als die Außenseiterrolle

Eine ähnliche Konstellation stellt sich jetzt auch vor dem Europapokal-Comeback der Frankfurter dar (Alle Europa-League-Wetten). Mit Olympique Marseille gastiert der Pokalsieger bei einem der 4 stärksten Teams der französischen Ligue 1. In Sachen Kaderwert (Alle Quellen-Angaben: Transfermarkt.de) kommt die Mannschaft von Trainer Rudi Garcia (54) auf 258 Mio. € – nur Krösus Paris St. Germain (816 Mio. €), Olympique Lyon (338 Mio.) und die AS Monaco mit 297 Mio. € verfügen über noch teurere Kader.

OM hat aufgerüstet: Stars für eine Viertelmilliarde Euro

Top-Einkauf ist Mittelfeld-Regisseur Kevin Strootman (28), den man von AS Rom holte. Für die Dienste des Niederländers zahlte OM 28 Mio. €. Ein weiterer Star der OM-Offensive ist Dimitri Payet (31), französischer EM-Held von 2016. Adil Rami (31) wurde in diesem Sommer in Russland zwar Weltmeister, blieb dabei aber ohne Einsatz. Dazu kommen 2 alte Bekannte aus der Bundesliga: Der ehemalige Bayern- und Wolfsburg-Profi Luiz Gustavo (31) sowie der Ex-Hannoveraner Hiroki Sakai (28) spielen für Marseille. Mit dem in Deutschland aufgewachsenen Stürmer Kostas Mitroglu (31) verfügt man über einen echten Knipser. Mitroglu, 2017 für 15 Mio. € von Benfica Lissabon verpflichtet, traf in 4 Ligue 1-Spielen 2 Mal.

Geisterspiel ist ein Vorteil für die Eintracht

Halt, liebe Eintracht-Fans! Es gibt Hoffnung. Eintracht Frankfurt fühlt sich in der Rolle des krassen Außenseiters am wohlsten. Das galt auch für den letzten Europapokal-Auftritt vor 5 Jahren. Im ersten Europa-League-Spiel 2013/2014 entzauberten die Frankfurter in einem unglaublichen Spiel Girondins Bordeaux mit 3:0. Dass sie auch gegen Top-Teams Nadelstiche setzen kann, bewies die Mannschaft von SGE-Trainer Adi Hütter (48) zuletzt am Freitagabend in Dortmund, bis zum zwischenzeitlichen 1:1. Und es gibt noch einen Trumpf. Wegen schweren Fehlverhaltens seiner Anhänger muss Olympique Marseille die Partie gegen Frankfurt vor leeren Rängen austragen. Das Fehlen der heißblütigen Fans im Stade Vélodrome könnte Frankfurts größter Pluspunkt sein.

Stade Velodrome, Marseille

Das architektonisch anspruchsvolle Stade Vélodrome von Olympique Marseille wird gegen Eintracht Frankfurt leer bleiben…

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