Ciro Immobile: An Deutschland & der Bundesliga lag es nicht

Ciro Immobile: An Deutschland & der Bundesliga lag es nicht

Seine Zeit in Deutschland war nicht lang, die Fußstapfen, die er hinterließ, nicht besonders groß – dafür waren die Anschuldigungen von Ciro Immobile gegenüber der deutschen Mentalität und seinen Mitspielern umso größer. Gut 6 Monate nach dem Wechsel von Borussia Dortmund zum FC Sevilla zeigt sich, dass der Italiener wohl nicht ganz Recht hatte und stattdessen einfach nicht die nötige Klasse für einen Top-Stürmer besitzt. Denn in Sevilla trifft er NOCH weniger.

Nie von den Teamkollegen zum Essen eingeladen, keine Unterstützung wegen der mangelnden Sprachkenntnisse, enttäuscht vom Fußball in der Bundesliga – dies waren Aussagen von Ciro Immobile nach seinem Wechsel von Dortmund ins spanische Sevilla. Zudem waren es Entschuldigungen für seine teils grotesken Auftritte im Dortmunder Jersey. Obwohl sich die Zahlen (10 Tore in 34 Pflichtspielen) gar nicht so schlecht lesen, war der Transfer des ehemaligen Torschützenkönigs der Serie A ein einziges großes Missverständnis in Dortmund.

Immobiles Sevilla-Bilanz verheerend

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Hier feiert Immobile eines seiner 2 Liga-Tore für Sevilla

Dementsprechend froh waren die Verantwortlichen des BVB, als sich der FC Sevilla im Sommer als optimistisch erwies und den Möchte-Gern-Weltstar für satte € 3 Mio. auslieh. Auch der Stürmer selbst war glücklich, dass er es ab sofort nicht mehr mit den „kalten Deutschen“ zu tun hatte, sondern endlich wieder in Südeuropa sein Können unter Beweis stellen durfte.

Betrachtet man Immobiles Sevilla-Bilanz nach 6 Monaten Amtszeit, stellte man fest, dass seine in der vergangenen Saison schlechten Leistungen sicher nicht auf Deutschland oder den Katastrophen-Fußball der Bundesliga zurückzuführen sind. Auch in der spanischen Primera Division trifft der Italiener so gut wie nichts! 2 mickrige Tore in 8 Ligaspielen (330 Minuten Einsatzzeit) sind nicht unbedingt ein gutes Zeugnis nach einem halben Jahr.

Serie A-Wechsel nur noch Frage der Zeit

Vielleicht ist auch in Sevilla, ähnlich wie in der letzten Spielzeit in Dortmund, eine Verschwörung gegen den Italiener im Gange, sodass er nicht in der Lage ist, seine Leistungen aus der einen Top-Saison (2013/14: 22 Tore für den FC Turin) seiner Karriere abzurufen. In 5 Liga-Partien schaffte es der 25-Jährige nicht einmal in den Kader von Trainer Unai Emery. Über Immobiles Entwicklung dürften vor allem BVB-Manager Michael Zorc („Wenn diese Aussagen so gemacht worden sind, finde ich sie zum Kotzen.“) schmunzeln, denn obwohl Immobile in Sevilla nicht zum Stammpersonal gehört, sind die Spanier mittlerweile dazu verpflichtet, den Italiener zu kaufen. Im Leihvertrag war eine Klausel eingebaut, die besagt, dass Immobile schon nach 5 Pflichtspieleinsätzen fest auf die iberische Halbinsel wechselt. Ein noch größeres Lächeln dürfte die nette Ablösesumme von € 11 Mio. in das Zorc‘sche Gesicht zaubern.

Bleibt festzuhalten: Zunächst sollte sich Immobile vielleicht erst einmal an die eigene Nase packen, bevor alles und jeder beim alten Arbeitgeber kritisiert wird. Ruft er in Sevilla weiterhin so unterdurchschnittliche Leistungen ab, ist ein Wechsel in seine italienische Heimat wohl nur eine Frage der Zeit. Denn bisher hat er nur dort funktioniert – und das auch nur eine einzige Saison!

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Wurde in Dortmund nicht glücklich – Ciro Immobile
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