China-Transfer von Sandro Wagner: Ein Verlust-Geschäft für den FC Bayern

China-Transfer von Sandro Wagner: Ein Verlust-Geschäft für den FC Bayern

Seit Mittwoch ist es offiziell. Sandro Wagner (31) wechselt vom FC Bayern München zu Tianjin Teda in die chinesische Super League. Damit hat sich das mit der „Rückkehr in die Heimat“ für den gebürtigen Münchner nach nur einem Jahr erledigt. Für den FC Bayern bringt der China-Deal sportlich wie finanziell nur Minuspunkte.

Was man von diesen Worten halten soll, bleibt jedem selbst überlassen. „Mein Plan war natürlich, länger in München zu bleiben und meine Karriere hier zu beenden“, sagt Sandro Wagner (31) am Mittwoch der BILD-Zeitung, „ich liebe diesen Verein. Aber die Dinge haben sich leider anders entwickelt, das musste ich akzeptieren. Ich werde jedoch niemals ein böses Wort über diesen Verein verlieren, sondern wünsche dem FC Bayern und seinen Fans nur das Beste.“

Neben Stielike und Bastians: Sandro Wagner wird 3. Deutscher bei Tianjin

Das Bessere ist in diesem Fall der Feind des Guten. Wagner wechselt vom FC Bayern zu Tianjin Teda nach China, wo ihn Fußball-Legende Uli Stielike (64) als Trainer erwartet. Der 2. deutsche Profi bei Tianjin ist der Ex-Hertha- und Englandprofi Felix Bastians (30).

Wagner kassiert in China ein kolportiertes Jahresgehalt von 15 Mio. € – für 2 Jahre Vertrag. Im Wagner-Jargon – im Dezember 2017 verblüffte er mit der Aussage „Bundesliga-Profis verdienen zu wenig Geld“ – klingt das wohl nach einem „angemessenen Gehalt.“ Oder, wie er selbst bei seinem Abschied sagt: „Nach Abwägung und Abstimmung vieler Dinge haben wir uns dazu entschlossen, gemeinsam nach China zu gehen. Meine ganze Familie und viele Freunde kommen mit. Gefühlt kommt jetzt halb München nach China.“

Wandervogel Wagner hielt es nur ein Jahr in seiner Heimat München

Es ist schön, wenn man die halbe Heimat mit nach Fernost nehmen kann. Weniger schön sind – aus Sicht der Bayern – die Aspekte und Zahlen zum Wagner-Transfer. Seine Rückkehr zum FC Bayern München gleicht im Winter 2017/2018 einem einzigen Rührstück. Sandro Wagner, U21-Europameister und Wandervogel, ist wieder zu Hause. Der gebürtige Münchner („Für mich geht eine lange Reise zu Ende“) kehrt von 1899 Hoffenheim zu seinem Stammverein FC Bayern zurück. 13 Mio. € Ablöse zahlten die Münchner für den Mittelstürmer an den Europa-League-Teilnehmer aus Sinsheim.

Wagner-Ablöse: Bayern zahlt drauf

Nun geht er für 5 Mio. € nach China. Es gibt bessere Deals. Wagners Marktwert liegt laut Transfermarkt.de bei 8 Mio. €. In München hatte er noch einen bis zum 30. Juni 2020 gültigen Vertrag.

Der FC Bayern, der MSV Duisburg, Werder Bremen, der 1. FC Kaiserslautern, Hertha BSC, Darmstadt 98, 1899 Hoffenheim und noch einmal der deutsche Rekordmeister aus München sind Wagners Stationen auf dem langen Weg nach China. Im 2-Jahres-Rhythmus wechselte Wagner den Verein. Lediglich in Berlin blieb er 3 Jahre. Seit dem 1. Januar 2018 spielte er wieder für den FC Bayern und machte unter Trainer-Veteran Jupp Heynckes (73) 8 Tore in 14 BL-Spielen. Am Saisonende stand für Wagner der 2. Meistertitel in Diensten des FCB nach 2007/2008.

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Nach dem Trainerwechsel in München mit Niko Kovac (47) für Heynckes im Sommer 2018 hat sich Wagners Einsatzzahl halbiert. Der unmittelbar vor dem WM-Start aus Verärgerung über seine Nicht-Nominierung aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetretene Stürmer macht kein einziges BL-Spiel über die vollen 90 Minuten. In den ersten beiden Partien im neuen Jahr, bei seinem Ex-Klub 1899 Hoffenheim (3:1) und gegen den VfB Stuttgart (4:1), stand Wagner nicht mehr im Bayern-Kader.

Wer wird neuer Vertreter von Robert Lewandowski im Angriff?

Als Backup von Robert Lewandowski (30) war Wagner, der bei den Bayern kein einziges Spiel verletzungsbedingt verpasste, ein wertvoller Mann aus der 2. Reihe. Fällt Lewandowski nun aus, müsste – Stand jetzt – Thomas Müller die ,,falsche Neun“ geben und ins Sturmzentrum wechseln. (Alle Bundesliga-Wetten).

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In nur 2 Saisons wurde Sandro Wagner (2. v. l.) beim FC Bayern München zum Titel-Sammler: 2-mal Deutscher Meister, ein Mal DFB-Pokalsieger (2008) sowie deutscher Supercup-Sieger 2018 und Ligapokal-Gewinner 2007.
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