Champions League: Wie spannend ist die Königsklasse noch?

Champions League: Wie spannend ist die Königsklasse noch?

Königsklasse, Konzert der Großen – für die Champions League gibt es einige Begriffe, die den Wettbewerb der besten Mannschaften Europas beschreibend hervorheben. Doch ist der Premium-Wettbewerb der UEFA wirklich noch fair, oder verkommt er im Zuge der immer größer werdenden Kommerzialisierung zu einem Spiel David gegen den ganz ganz großen Goliath? Wir haben die Ergebnisse der letzten und der ersten 7 Jahre des Wettbewerbs miteinander verglichen.

Wer einen Blick auf die Ergebnisse der ersten 3. Spieltage der diesjährigen Champions League wirft, der könnte schnell zu dem Schluss kommen, dass das Ganze eine ziemlich langweilige Veranstaltung ist. Maribor – FC Liverpool 0:7, Chelsea – Qarabag 6:0, Celtic – Paris 0:5, Feyenoord – Manchester City 0:4, nur um eine Auswahl der Resultate zu nennen.

Allein 18 der bisher 48 Spiele (37,5%) mündeten in einem Sieg für eine Mannschaft mit mindestens 3 Toren Differenz. Das sind mehr als ein Drittel. In der Tat ist das ein sehr hoher Wert. Gut möglich, dass die Königsklasse damit auch auf einen neuen Höchstwert zusteuert. Zwischen den Spielzeiten 2010/11 und 2016/17 pendelte sich dieser Wert in der Regel zwischen 15% und 26% ein.

Nun gibt es viele Fans die sagen, dass die Champions League zu Beginn viel ausgeglichener und spannender war als es heute der Fall ist. Doch ist dem wirklich so? Klares Nein! Schon bei der Einführung des Wettbewerbs 1992/93 und in den 6 Folge-Spielzeiten bis 1998/99 wurden im Schnitt 21% der Vorrundenspiele mit mehr als 2 Toren Unterschied entschieden. Der Durchschnittswert der letzten 7 Saisons pendelt sich bei 20,7% ein. Ausreißer nach oben und unten gab es immer wieder.

Mehr Spiele, mehr hohe Siege

Gründe, was möglicherweise zu der Wahrnehmung führt, es würde mehr hohe Siege geben, ist die absolute Anzahl. Gab es zu Beginn der Champions League an 6. Spieltagen insgesamt lediglich 24 bzw. 32 Vorrundenspiele, so sind es heute 92. Klar, dass die Gesamtzahl an weniger spannenden Partien dabei auch zunimmt. Mit Sicherheit spielt auch die zunehmende Medialisierung eine Rolle. Während Mitte der 90er-Jahre lediglich im TV zeitlich begrenzt Bewegtbilder von den sensationellen Kantersiegen zu sehen waren, stehen heutzutage durch das Internet auf unzähligen Videoplattformen und Streamingdiensten die Highlights unbegrenzt zur Verfügung. Auf sozialen Netzwerken werden Videos in großer Stückzahl geteilt, gepostet und natürlich angesehen. Es gibt fast kein Entkommen.

Wer außerdem auf die weniger spektakulären Resultate des 3. Spieltags der Champions League wirft, der wird schnell erkennen, dass es überraschende und knappe Ergebnisse nach wie vor gibt. Atletico Madrid (0:0 bei Qarabag Agdam) und Borussia Dortmund (1:1 bei APOEL Nikosia) lassen grüßen.

Die Spieler von Qarabag Agdam feiern das Unentschieden gegen Atletico Madrid.

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