Carlos Tevez wird Trainer bei Rosario Central

Carlos Tevez wird Rosario-Trainer: 3 mahnende Beispiele

CA Rosario Central hat einen neuen Trainer. Nur wenige Tage nach Beendigung seiner Spieler-Karriere tritt Carlos Tevez seinen ersten Job als Coach an. Vom grünen Rasen direkt an die Seitenlinie in Argentiniens 1. Liga – ob das gut geht? bwin News hat recherchiert und 3 ehemalige Weltklasse-Akteure gefunden, die „El Apache“ nicht als Vorbild nehmen sollte. Bei ihnen ging der sofortige Einstieg als Trainer bei einem prominenten Klub gründlich in die Hose.

„Sich die Sporen verdienen“, „den Beruf von der Pike auf lernen“ oder „sich von unten nach oben arbeiten“ – diese Floskeln fallen häufig, wenn ehemalige Spieler ihre Trainer-Karriere starten. Viele Akteure sammeln Erfahrung im Jugendbereich, hospitieren bei älteren Kollegen oder agieren zuerst als Co-Trainer, bevor sie den endgültigen Sprung ins Trainer-Haifischbecken wagen. Bekanntlich ist ein guter Spieler nicht automatisch auch ein guter Übungsleiter.

Natürlich gibt es auch Ex-Profis, die einen anderen Weg einschlagen. So wie Carlos Tevez. Der argentinische Stürmer, der in seiner langen Karriere u. a. für West Ham, Manchester United, Manchester City, Juventus und den Boca Juniors spielte, verkündete erst Anfang Juni das Ende seiner Laufbahn. Jetzt heuert der mittlerweile 38-Jährige als Trainer bei CA Rosario Central aus der 1. argentinischen Liga an. Beim Traditionsklub erhält er einen Einjahresvertrag.

Dein Startvorteil: Die 100 € Joker-Wette!

Jürgen Klopp (Mainz), Nuri Sahin (Antalyaspor), Matthias Sammer (BVB) – sie alle meisterten den fast nahtlosen Übergang vom grünen Rasen auf die Trainerbank eines ambitionierten Klubs. Doch im Weltfußball gibt es genug Negativ-Beispiele, die Tevez eine Warnung sein sollten. 3 davon hat die bwin News-Redaktion herausgesucht:

Andrea Pirlo

Der Weltmeister von 2006 und 2-malige Champions-League-Sieger fiel bei seiner ersten Trainer-Station auf die Nase. Nach seinem Karriereende bei MLS-Klub New York City FC im Januar 2018 übernahm er im August 2020 den Chefposten bei Juventus Turin – ohne vorher Erfahrung als Coach gesammelt zu haben. Nach 10 Meisterschaften in Folge belegte die Alte Dame unter Pirlo lediglich Platz 4 und schaffte so eben die Qualifikation für die Königsklasse. Der Italiener musste nach nur einer Saison seinen Hut nehmen. Seit Juni 2022 coacht Pirlo den türkischen Klub Karagümrük und muss sich nun in der zweitklassigen Süper Lig seine Meriten als Trainer verdienen.

Clarence Seedorf

Nach seinen Europa-Stationen (Ajax, Sampdoria, Real Madrid, Inter, AC Mailand), auf denen er zahlreiche Titel gewann, heuerte Seedorf zum Ende seiner Karriere in Brasilien bei Botafogo an. Als sein Ex-Klub AC Mailand im Januar 2014 einen Trainer suchte, beendete der Niederländer seine Laufbahn und wechselte auf die Bank der Rossoneri. Das Experiment ging in die Hose. Milan schied mit ihm in der Coppa Italia im Viertelfinale und in der Champions League im Achtelfinale aus, in der Liga beendete der Klub die Saison auf Rang 8. Nach nur einem halben Jahr wurde Seedorf entlassen. Auch auf seinen folgenden Trainer-Stationen – Shenzhen FC in China, Deportivo La Coruna und Nationalmannschaft Kamerun – hatte er keinen Erfolg. Jedes seiner Engagements dauerte nur wenige Monate. Seit Juli 2019 ist Seedorf vereinslos.

Gennaro Gattuso

Der langjährige Milan-Publikumsliebling wechselte nach 13 erfolgreichen Jahren 2012 in die Schweiz zum FC Sion. Ein halbes Jahr später übernahm er beim Klub zusätzlich die die Funktion des Übungsleiters und fungierte als Spielertrainer. Diesen Posten behielt der Italiener lediglich 3 Spiele, dann zogen die Schweizer die Notbremse. Gattuso war 3 Monate vereinslos, bevor er bei US Palermo die nächste Bewährungschance als Trainer erhielt. Doch auch dieses Intermezzo dauerte lediglich 3 Monate. Immerhin 5 Monate hielt sich der Italiener im Anschluss als Coach bei OFI Kreta. Seit Juli 2022 steht Gattuso beim FC Valencia unter Vertrag – der bereits 9. Station seiner noch jungen Trainer-Karriere.

X