Paco Alcacer: Von Null auf Sechs in 81 Minuten!

Paco Alcacer: Von Null auf Sechs in 81 Minuten!

Borussia Dortmund hat einen neuen Scharfschützen. Wie in Lucky-Luke-Manier schießt Paco Alcacer auch noch schneller als je ein Stürmer zuvor in der Bundesliga. Seine Treffsicherheit lässt in Dortmund erste Meisterträume reifen und seine Vorgänger vergessen.

Vor 4 Wochen analysierten wir in der bwin Redaktion wie die Top-Stürmer bei Borussia Dortmund seit dem Jahr 2000 jeweils eingeschlagen haben (siehe Grafik unten). Zu diesem Zeitpunkt konnte niemand ahnen, dass Paco Alcacer innerhalb kürzester Zeit neue, fabelhafte Rekordwerte aufstellt. Nach 2 Jahren im Schatten von Lionel Messi und Luis Suarez beim FC Barcelona wirkt der Stürmer bei jeder Aktion entschlossen, spielfreudig und nicht zuletzt abschlussstark. Damit stellt er die Aubameyangs, Lewandowskis und Amorosos locker in den Schatten und lässt die Fans der Gelb-Schwarzen wieder von der Meisterschaft träumen (Alle Bundesliga-Wetten).

Dreierpack nach Einwechslung, entscheidendes Tor mit der letzten Aktion nach zweimaligem Rückstand. Mehr Dramatik und Emotion gehen in einem Fußballspiel nicht. Dafür verantwortlich: Paco Alcacer. Er und seine Teamkollegen haben es beim 4:3 gegen den FC Augsburg auf die Spitze getrieben. Mit 3 Punkten Abstand grüßen die Schwarz-Gelben nach 7 Spieltagen und vor der Länderspielpause von der Tabellenspitze.

Schneller trifft keiner

Das Bemerkenswerte an Alcacers Leistungen. In jedem seiner 3 Ligaspiele wurde er eingewechselt. Für seine 6 Jokertore brauchte er lediglich 81 Minuten. Das sind im Schnitt alle 13,5 Minuten ein Tor. So schnell war in der Bundesliga bisher noch keiner. Klar, dass er damit die Führung in der Torjägerliste übernommen hat. Zum Vergleich: Pierre-Emerick Aubameyang brauchte für seine ersten 6 Bundesligatore im BVB-Dress 490 Minuten. Alcacer ist übrigens nicht der erste Dortmunder, dem 3 Tore nach einer Einwechslung gelangen. Zuvor brachten dieses Kunststück bereits Bernd Klotz (1982/83) und Norbert Dickel (1988/89) fertig.

Was Jokertore angeht, befindet sich der 25-Jährige dennoch auf Rekordjagd. Der Bestwert von Nils Petersen (SC Freiburg, 2014/15) und Viorel Ganea (VfB Stuttgart, 2002/03) liegt bei 9. Doch mit Sicherheit wird Trainer Lucien Favre nach der Länderspielpause darüber nachdenken Alcacer auch von Anfang an zu bringen. Auf diese „Schnellfeuerwaffe“ kann er eigentlich keine Minute mehr verzichten.

So wird Alcacer zum Schnäppchen

Macht Alcacer auch nur annähernd so weiter, könnte er für die Borussia im nächsten Sommer zum Schnäppchen mutieren. Nach der einjährigen Leihe soll es angeblich eine Kaufoption über 22 Mio. € für den 13-maligen Nationalspieler geben. Nach dem Augsburg-Spiel machte er den Fans Hoffnung auf einen Verbleib. „Ich fühle mich sehr wohl in Dortmund. Ich kann mir auch vorstellen, über das Jahr hinaus bei Borussia Dortmund zu bleiben. Tore sind mir wichtig, aber wichtiger ist die Freude innerhalb der Mannschaft.“

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