BVB: Mario Götze und andere Rückkehrer in schwarz-gelb

BVB: Mario Götze und andere Rückkehrer in schwarz-gelb

Der Wechsel von Mario Götze zurück zu Borussia Dortmund ist perfekt. Trotz heftiger Kritik in großen Teilen der Fanszene trägt der 24-Jährige ab jetzt wieder das schwarz-gelbe Trikot. Der Nationalspieler wird nicht überall mit offenen Armen empfangen. Wie sah das bei den bisherigen Rückkehrern des BVB aus? Wir werfen einen Blick darauf.

3 Jahre spielte Mario Götze für Bayern München. Den hohen Erwartungen wurde das einstige Supertalent des deutschen Fußballs an der Isar nicht gerecht. Jetzt kehrt er zu dem Klub zurück, der ihm den Sprung zum Profi ermöglichte und ihn groß gemacht hat.

Für € 37 Mio. wechselte Götze 2013 zum FC Bayern. Dort absolvierte er 114 Pflichtspiele. Dabei gelangen ihm 36 Tore und 24 Vorlagen. Mit Bayern gewann er in seinen 3 Jahren 3 Mal die Deutsche Meisterschaft und 2 Mal den DFB-Pokal.

Zum Vergleich: Vor seinem Wechsel nach München trug er 116 Mal das BVB-Trikot. 31 Tore und 44 Vorlagen machten ihn zu einem der begehrtesten Talente der Welt. 2 Meisterschaften, ein Pokalsieg und der Einzug ins Finale der Champions League stehen bislang in seiner BVB-Vita. Zukünftig sollen noch weitere Erfolge hinzukommen.

Götze ist nicht der erste Akteur, den es nach einem Vereinswechsel (keine Leihen) nach Dortmund zurückzog. 7 weitere Spieler kehrten ebenfalls zum BVB zurück:

Sigfried Held

Er ist einer der größten Borussen aller Zeiten. Von 1965 bis 1971 absolvierte der Stürmer 183 Spiele (41 Tore) für Dortmund. Er gehörte zur legendären Mannschaft, die 1966 als erste deutsche Mannschaft einen Europapokal gewann.

Von 1971 bis 1977 schnürte Held die Schuhe für Kickers Offenbach, bevor er von 1977 bis 1979 nochmals 47 Spiele für den BVB bestritt. Von Seiten der Fans gab es kein böses Wort und auch heute noch wird Held in Dortmund verehrt.

Erdal Keser

Von 1980 bis 1984 und nochmals in der Saison 1986/87 lief der frühere türkische Nationalspieler für Schwarz-Gelb auf. Insgesamt spielte er 106 Mal (27 Tore) für die Borussia.

Zwischen seiner BVB-Zeit trug Keser das Trikot von Galatasaray Istanbul. Sein Verhältnis zum BVB ist auch 22 Jahre nach seinem Karriereende gut.

Jürgen Wegmann

„Die Kobra“ spielte von 1984 bis 1986 und von 1989 bis 1992 in Dortmund. 117 Spiele (33 Tore) stehen in seiner BVB-Vita. Zwar gilt Wegmann als wichtiger Spieler in der Historie der Borussia, seine Engagements beim FC Schalke (1986/87) und beim FC Bayern (1987-1989) haben aber seinem Standing in Dortmund geschadet.

Trotzdem erinnern sich die Fans der Borussia gerne an den Stürmer. Schließlich rettete er den Klub durch sein Tor in der Schlussminute im Relegationsspiel gegen Fortuna Köln 1986 ins Entscheidungsspiel und hatte damit letztendlich großen Anteil am Klassenerhalt.

Andreas Möller

Möller ist zweifelsohne einer der besten Spieler, der je das BVB-Trikot getragen hat. Kein anderer Spieler feierte mit dem Klub so viele Erfolge wie der Spielmacher. Er gewann 2 Meisterschaften, wurde Pokalsieger, triumphierte in der Champions League und holte den Weltpokal. Bei jedem dieser Titel war er Leistungsträger. Nebenbei wurde er als BVB-Spieler noch Welt- und Europameister.

Doch besonders seinen Wechsel zu Erzrivale Schalke (2000) nahmen ihn die Fans übel. Bereits 1990 kehrte er dem BVB für 4 Jahre den Rücken. Von 1988 bis 1990 und von 1994 bis 2000 trug er insgesamt 301 Mal (88 Tore) das schwarz-gelbe Trikot. Respektiert wird Möller auch heute noch in Dortmund, geliebt aufgrund seiner 2 Wechsel trotz vorheriger Treuebekundungen allerdings nicht.

Jörg Heinrich

Auch Heinrich gehört zum goldenen Team Mitte der 90er, welches die Champions League gewinnen konnte. Nach einem Abstecher zum AC Florenz (1998-2000) kehrte er nochmals zum BVB zurück und wurde 2002 nach 1996 erneut Deutscher Meister.

In insgesamt 5 Jahren spielte er 195 Mal (24 Tore) für die Borussia. Heute ist er hin und wieder in der Traditionsmannschaft des BVB aktiv.

shinji
Kehrten beide nach Auslandsabstechern zum BVB zurück und stehen im aktuellen Kader: Shinji Kagawa (l.) und Nuri Sahin.

Nuri Sahin

Sahin durchlief sämtliche BVB-Jugendmannschaften und führte den Klub 6 Jahre nach der Fast-Insolvenz 2011 sensationell zur Meisterschaft. Der türkische Nationalspieler wurde damals als bester Spieler der Saison ausgezeichnet.

Dem Lockruf von Real Madrid konnte er nicht wiederstehen. Doch weder in Spanien noch in England beim FC Liverpool wurde Sahin glücklich. Seit 2013 spielt er wieder in seiner Heimatstadt. Unmutsbekundungen seitens der Fans gab es keine. Sahin ist ein Dortmunder-Jung.

Shinji Kagawa

Nachdem der Japaner von 2010 bis 2012 im BVB-Trikot für Furore sorgte, schloss er sich Manchester United an. Doch in 2 Jahren auf der Insel konnte er sich nicht entscheidend durchsetzen.

2014 holte ihn der BVB – sehr zur Freude der Fans – zurück nach Dortmund. Der zurückhaltende Mittelfeldspieler ist trotz seines zwischenzeitlichen Abschieds einer der Publikumslieblinge im Westfalenstadion.

X