BVB: So läuft es für die Leihspieler Kagawa, Isak & Co.

BVB: So läuft es für die Leihspieler Kagawa, Isak & Co.

In der Winterpause hat Borussia Dortmund seinen Kader kräftig ausgemistet. Nachdem viele Akteure aufgrund der Größe des Aufgebots in der Bundesliga-Hinrunde (alle Bundesliga-Wetten) kaum oder gar keine Spielzeit erhielten, verlieh der BVB im Laufe des Januars gleich 5 Spieler. Wir lassen den Blick über Europa schweifen und haben mal gecheckt, wie sich Shinji Kagawa, Sebastian Rode und die anderen Bankdrücker machen.

Shinji Kagawa (Besiktas Istanbul)

Erst 29 Jahre alt und trotzdem spielte Shinji Kagawa in den Planungen von BVB-Trainer Lucien Favre keine Rolle mehr. Das machte sich im ersten Saison-Halbjahr bemerkbar. Nur 4 Mal wurde der Japaner bei den Profis der Borussia eingesetzt. Negativer Höhepunkt der Kagawa-Krise: Am 12. Spieltag wurde er sogar in den Kader der Dortmunder Zweitvertretung berufen. Gegen Rot-Weiss Essen legte er beim 5:0-Erfolg alle 5 Treffer auf. Trotzdem ist die Regionalliga nicht der Anspruch des japanischen Nationalspielers. Seit dem Winter läuft er nun für Besiktas Istanbul auf. Bei den Türken bestritt er bislang auch nur 5 Partien. In diesen konnte er allerdings überzeugen. 3 Tore und einen Assist verbuchte Kagawa in seinen ersten Auftritten für die Schwarz-Weißen. Sollte er in den kommenden Wochen fit bleiben und weiter so performen, ist ein Verkauf des 29-Jährigen gar nicht ausgeschlossen. Mit 1,6 Mio. € wäre Kagawa eigentlich auch ein echtes Schnäppchen für Besiktas.

Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt)

Über München und Dortmund zurück nach Hessen. Sebastian Rode ist seit dem Winter zurück bei seinem Jugendverein Eintracht Frankfurt. Und dort blüht der in der Vergangenheit von Verletzungen geplagte Mittelfeldspieler richtig auf. In 7 von 8 Partien stand er in der Startelf der Adlerträger und ist mit seiner aggressiven aber doch cleveren Zweikampfführung aktuell nicht mehr aus der Startelf der Eintracht wegzudenken. Rode hat somit einen großen Anteil daran, dass Frankfurt in diesem Jahr noch ohne Niederlage ist. Trotzdem dürfte er in Dortmund keine Zukunft haben. Zu groß ist die Konkurrenz auf der defensiven Mittelfeldposition. An Axel Witsel und Thomas Delaney ist kein Vorbeikommen. Es ist also gut möglich, dass er im Sommer fest zur Eintracht zurückkehrt.

Jeremy Toljan (Celtic Glasgow)

Einmal auf der Insel und im Celtic Park kicken! Diesen Traum hat sich Jeremy Toljan erfüllt. Wenn auch etwas unfreiwillig. Denn der Außenverteidiger, der erst im Sommer 2017 für 7 Mio. € aus Hoffenheim zur Borussia gewechselt war, kam in Dortmund überhaupt nicht mehr zum Zug. Zwar wollte sich der U21-Europameister von 2017 beim BVB durchbeißen, doch die Verantwortlichen signalisierten ihm, dass er keine Möglichkeit auf Einsatzzeiten hat. So entschied sich Toljan, am letzten Tag der Transferperiode, doch noch zu Celtic Glasgow zu wechseln. Bei den Schotten ist er auf der rechten Abwehrseite gesetzt. In 5 von 6 Partien stand er bisher in der Startelf, Celtic kassierte in diesem Zeitraum nur 2 Gegentore. Es läuft also. Ein dauerhafter Transfer ist aber eher unrealistisch. Die Ablösevorstellungen des BVB dürften für Celtic nicht zu stemmen sein.

Jeremy Toljan
Gehört bei Celtic Glasgow zur Stammelf – Jeremy Toljan

Alexander Isak (Willem II Tilburg):

Mit 19 Jahren hat Alexander Isak noch alle Zeit der Welt. Doch damit er sich fußballerisch weiterentwickelt und er Spielpraxis auf höchstem Niveau sammeln kann, verliehen ihn die Borussia-Verantwortlichen im Winter in die holländische Eredivisie zu Willem II Tilburg. Und das scheint den jungen Schweden zu beflügeln. Im Nachbarland kommt er bei 8 Einsätzen auf 5 Tore und eine Vorlage. Sein wohl wichtigster Treffer war das 1:1 gegen AZ Alkmaar im niederländischen Pokalwettbewerb. Dank des Tores schaffte es Willem II ins Elfmeterschießen, das Isak & Co. mit 3:2 für sich entschieden. Die BVB-Leihgabe hat somit großen Anteil am Finaleinzug des Erstligisten. Im Sommer startet dann für Isak allerdings der nächste Versuch, in Dortmund Fuß zu fassen. Ein Transfer –  egal wohin –  scheint nahezu ausgeschlossen. Zu groß sind die Hoffnungen bei der Borussia, dass der Angreifer doch noch explodiert.

Dzenis Burnic (Dynamo Dresden):

Auch Dzenis Burnic hat nach einer verkorksten Hinrunde den Schritt ins Leihgeschäft gewagt. Das Eigengewächs, das vornehmlich im zentralen Mittelfeld zu Hause ist, läuft bis zum Saisonende für Zweitligist Dynamo Dresden auf. In Sachsen kommt Burnic nun endlich auf mehr Spielanteile (5 von 6 möglichen Ligaspielen) im Profigeschäft. Viel nützen wird es ihm im Kampf um seine BVB-Zukunft allerdings nicht. Er ist auf dieser Position chancenlos und ist somit der heißeste Verkaufskandidat.

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