BVB: Zeit für Sammer und die unbequemen Wahrheiten

BVB: Zeit für Sammer und die unbequemen Wahrheiten

„Meine Aufgabe ist es, laut zu denken.“ So definierte Matthias Sammer mal recht treffend seine Rolle im Bayern-Kosmus. Ein kahler Querdenker zwischen den Alphatieren Hoeneß und Rummenigge. Genau das darf man vom 50-Jährigen in seiner künftigen Rolle als externer BVB-Berater erwarten. In Dortmund haben Aki Watzke und Co. akzeptiert: Es ist an der Zeit, die unbequemen Wahrheiten auszusprechen.

Ein Stück weit lässt sich die Situation bei den Borussen mit der an der Säbener Straße vergleichen, als Matthias Sammer dort die neu geschaffene Rolle des Sportvorstands übernommen hatte. Sommer 2012: Gedemütigt vom BVB (2:5 im DFB-Pokal-Endspiel) fielen die Münchner nach dem verlorenen „Finale dahoam“ gar in eine Art Trance-Zustand.

Auf dem Weg zurück vom Jäger zum Gejagten sollten Grabenkämpfe mit der schwarz-gelben Chefetage nicht ausbleiben. Nicht erst seit dem 0:6-Debakel im bwin Topspiel (alle Bundesliga-Wetten) zeichnet sich vom Status Quo in Dortmund das Bild eines Klubs, der fußballerisch immer weiter von seinem Weg abkommt.

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0:6 in München – Wäre es mit Sammer soweit gekommen?

Wer weiß, ob es mit einem Mahner wie Sammer überhaupt soweit gekommen wäre? Schon im November – der BVB war gegen Fußball-Zwerg Nikosia 2 Mal nicht über ein 1:1 hinaus gekommen – verfestigte sich der Eindruck, wonach in der Führungsriege ein Mann fehlt, der solche Alarmsignale entsprechend zu deuten weiß. Ein Mann, der sich nicht weg duckt, wie es Hans-Joachim Watzke und Sportvorstand Michael Zorc zuletzt zu häufig getan haben.

Ebenso ist Marcel Schmelzer – bei aller Verbundenheit zum Revierklub – nicht der Typ Kapitän, der in der Krise auf den Tisch haut und wird es auch nicht mehr werden. Matthias Sammer war es schon als Spieler herzlich egal, ob er mit seiner Meinung aneckt. Die Rückkehr des ehemaligen Meistertrainers nach 14 Jahren ist eine von Watzkes sinnvollsten Entscheidungen seit Monaten. Damit nicht genug, schafft man eine neue Position (Leiter Lizenzspieler) unterhalb von Zorc.

Sebastian Kehl: Abschied als Kapitän, Rückkehr in neuer Führungsposition.

Trainerfrage: Im April soll die Entscheidung fallen

Die Entscheidung pro Sebastian Kehl, der außerdem die Trainer A-Lizenz vorweisen kann, liegt etwas näher als eine mögliche Beförderung von Nachwuchschef Lars Ricken. Klar ist: Sammer greift dagegen nicht ins Tagesgeschäft ein. Seine Beratertätigkeit ist klein genug, um weiter für den TV-Sender Eurosport zu arbeiten. Gleichzeitig so groß, um die Hierarchie in der BVB-Kabine kritisch zu hinterfragen. Zunächst einmal rückt im April jedoch die Trainerfrage in den Vordergrund.

Unabhängig von der Personalie Peter Stöger muss sich der 8-malige deutsche Meister einer Grundsatzdiskussion stellen, für was der BVB in Zukunft stehen will. Für atemberaubenden Hochgeschwindigkeitsfußball der Marke Klopp? Für Flexibilität und Ballbesitz wie unter Thomas Tuchel? Oder darf es – wenn die Ergebnisse stimmen – ein pragmatischer Ansatz sein? Dass sich Matthias Sammer für letzteres ausspricht, käme schon sehr überraschend.

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