BVB: Fast vergessene Leistungsträger in diesem Jahrtausend

BVB: Fast vergessene Leistungsträger in diesem Jahrtausend

Borussia Dortmund hat in diesem Jahrtausend bereits eine Menge erlebt. Von der drohenden Insolvenz über den Fast-Abstieg bis hin zu Meisterschaften, Pokalsiegen und Europapokal-Endspielen. Vielen Fans sind dabei die großen Stars wie Tomas Rosicky, Marcio Amoroso und Pierre-Emerick Aubameyang sowie Publikumslieblinge wie Leonardo Dede und Neven Subotic in bester Erinnerung geblieben. Dabei gab es viel mehr Spieler, die in zahlreichen Partien über einen längeren Zeitraum mit Leistung für den BVB überzeugten. Wir rufen 5 fast vergessene Leistungsträger allen Anhängern zurück ins Gedächtnis.

Es gibt einige Spieler, die in den letzten 20 Jahren gute Spiele für Borussia Dortmund absolvierten und die heute unter dem Radar der Fans fliegen. Nicht jeder ist deshalb allerdings ein fast vergessener Leistungsträger. Unser Kriterium: Mehr als 50 absolvierte Partien für den BVB.

Fas vergessene Leistungsträger des BVB seit dem Jahr 2000

Giuseppe Reina (1999-2004)

„Billy“ Reina war in seinen 5 Jahren beim BVB ein Fan-Liebling. Zwar gelangen dem gebürtigen Westfalen als Offensivspieler lediglich 30 Torbeteiligungen (19 Tore, 11 Assists) in 114 Pflichtspielen, aber aufgrund seiner Einsatzfreude und seines Kampfgeistes genoss er viel Zuneigung beim Borussen-Anhang. In seinen ersten beiden Spielzeiten (1999/2000 und 2000/01) war Reina unangefochtener Stammspieler in Dortmund, danach liefen ihm die teuren Neuverpflichtungen wie Marcio Amoroso, Jan Koller, Ewerthon und Co. den Rang ab. In der Zeit des Fast-Abstiegs 2000 auf den Weg zum Titel 2002 war Reina ein wichtiger Eckpfeiler beim BVB. Er schwebte sogar einmal im Dunstkreis der deutschen Nationalmannschaft.

Ahmed Madouni (2001-2005)

Als 21-jähriges Talent schloss sich der französisch-algerische Doppelstaatsbürger der Borussia an. Bis zu seinem Karriereende 2014 absolvierte der Abwehrspieler für keinen anderen Verein mehr Partien als für den BVB. 82 Mal kam er für Schwarz-Gelb zum Einsatz. In der Saison 2002/03, als Dortmund amtierender Meister war, kam Madouni auf 28 Einsätze. Nur in 2 Spielzeiten seiner Karriere (00/01 bei Montpellier und 09/10 bei Clermont Foot) lief er in einem Fußballjahr in mehr Partien auf. Aufgrund des Verletzungspechs von Christoph Metzelder war er damals über einen langen Zeitraum als Partner von Christian Wörns in der Innenverteidigung gesetzt, überzeugte mit guten Auftritten und avancierte sogar zum algerischen Nationalspieler.

Marc-André Kruska (2004-2009)

Obwohl der Mittelfeldspieler aus Castrop-Rauxel 107 Spiele für den BVB bestritt, zählt er zu den vergessenen Leistungsträgern des Klubs. Kruskas Pech ist wahrscheinlich der Zeitraum, in dem er das BVB-Trikot trug. Es waren die Jahre der Fast-Insolvenz bis zur Klopp-Verpflichtung, als Kruska ein wichtiger Akteur bei der Borussia war. Damals allerdings war der BVB sportlich nur eine graue Maus. Logisch, dass diese triste Zeit nicht mehr bei jedem Fan in bester Erinnerung ist. Kruska allerdings war damals ein positiver Lichtblick der Mannschaft. Er debütierte im November 2004 als 17-Jähriger. Nur Nuri Sahin, Ibrahim Tanko, Giovanni Reyna und Christian Pulisic waren bei ihren BVB-Debüts jünger. Auch bei den jüngsten Torschützen der Vereinsgeschichte belegt Kruska eine vordere Platzierung (6.). Insgesamt fast 4 Jahre zählte der mittlerweile 32-Jährige zum BVB-Stammpersonal. Heute lässt er seine Karriere beim FC Frohlinde in der Landesliga ausklingen.

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Tinga (2006-2010)

Wer den Mittelfeldakteur spielen sah, der sprach ihm oftmals die brasilianische Staatsangehörigkeit ab. Entgegen der bekannten filigranen Spielweise seiner Landsmänner überzeugte Tinga mit Laufstärke, Robustheit und Einsatzfreude. Genau diese Attribute machten ihn seinerzeit in Dortmund zum Leistungsträger und Publikumsliebling. 113 Spiele bestritt der Mann mit der langen Rasta-Mähne für den BVB – mehr als auf jeder seinen anderen Stationen (Sporting Lissabon, Kawasaki Frontale, Cruzeiro Belo Horizonte und Internacional Porto Alegre) vor und nach seinem Engagement in Deutschland. In 3 seiner 4 Spielzeiten war er unangefochtener Stammspieler bei der Borussia. 2009/10 bremsten ihn eine Leistenzerrung und eine Adduktorenverletzung aus, nachdem er zuvor in 7 der 8 Ligaspiele zum Einsatz gekommen war (6 Mal über die volle Distanz). Er absolvierte im Anschluss keine Partie mehr für den Klub. Wer weiß, wie es mit Tinga unter Klopp weitergelaufen wäre, wenn die Verletzung nicht passiert wäre.

Tamas Hajnal (2008-2011)

Als ehemaliger Schalker Junioren- und Profispieler hatte der Ungar in Dortmund nicht immer einen leichten Stand. Vielleicht fällt er auch deswegen bei vielen Fan-Diskussionen über wichtige Spieler der Vergangenheit unter den Tisch. Fakt ist: Hajnal war in 2 seiner 2,5 Jahren in Dortmund Leistungsträger unter Jürgen Klopp. In 58 Partien erzielte er 8 Treffer und bereitete 17 weitere Tore vor. Als er in der Hinserie 2010/11 kein einziges Mal zum Einsatz kam, wurde er in der Winterpause an den VfB Stuttgart verliehen, der ihn im Anschluss daran fest verpflichtete. Hajnal darf sich zwar nicht Deutscher Meister nennen, aber er ebnete mit starken Leistungen in den Spielzeiten 2008/09 und 2009/10 den Weg für die anschließenden Erfolge der Mannschaft. In der Entwicklung der Borussia vom Durchschnittsteam zum Titelträger spielte der Ungar eine wichtige Rolle.

Marc-André Kruska räumte über viele Jahre im Dortmunder Mittelfeld ab.

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