VfB Stuttgart: Der Traum von der 3. Kraft

VfB Stuttgart: Der Traum von der 3. Kraft

Frisches Geld, neue Stars – und Riesen-Euphorie beim VfB Stuttgart. Geht es nach Klubchef Wolfgang Dietrich (68), soll der VfB die vom schwäbischen Know-how profitierenden Liga-Rivalen 1899 Hoffenheim und RB Leipzig überholen und in spätestens 4 Jahren die Nummer 3 im deutschen Fußball werden. Aber Vorsicht: Diese Rolle – hinter den Branchenriesen FC Bayern und BVB – konnte in den letzten 15 Jahren kein Verein dauerhaft ausfüllen.

Daniel Ginczek überfällt „noch heute eine Gänsehaut“, wenn er an die 100.000 Fans bei der Zweitliga-Meisterfeier des VfB Stuttgart denkt. Der 26-jährige VfB-Stürmer glaubt fest an das Potenzial des schwäbischen Traditionsklubs. „Man hat schon vor 10 Jahren gesehen, was beim VfB passieren kann“, schwärmt Ginczek in einem SPORT BILD-Interview, „da wurde der Verein völlig unerwartet Deutscher Meister. Nun war es Wahnsinn, was bei uns im Mai und am letzten Spieltag generell abgelaufen ist.“

Zwar rechnet bei den Stuttgartern niemand mit einer Meister-Sensation wie 2007, doch die Euphorie beim 3-maligen Meister der Fußball-Bundesliga ist fast mit Händen greifbar. VfB-Präsident Wolfgang Dietrich nährt diese Erwartungen.

VfB-Boss will Hoffenheim und RBL überholen

Geht es nach dem 68-Jährigen, so wird es in den kommenden Jahren weitere Partys rund um die Mercedes-Benz-Arena geben. „Wir wollen in 4 Jahren wieder im ersten Drittel der Bundesliga angekommen sein“, formuliert Dietrich in SPORT BILD (Ausgabe 28/2017) ambitionierte Ziele, „wenn wir sportlich genauso kompetent sind wie 1899 Hoffenheim oder RB Leipzig, dann sind wir besser als diese Klubs und werden sie hinter uns lassen.“ Das werden die Traditionalisten unter den VfB-Anhängern gern hören. Dietrich ist sicher, die Emporkömmlinge, die mit Talenten aus der VfB-Jugend und mit ehemaligen Verantwortlichen aus Stuttgart wie Sebastian Rudy oder Ralf Rangnick erfolgreich sind, hinter sich zu lassen.

Der VfB und die „Kraft der Tradition“

„Wir haben die Kraft der Tradition – 50.000 Zuschauer im Abstiegsjahr oder 11.000 neue Mitglieder nach dem Abstieg sind dort nicht denkbar“, so seine Rechnung. Und der VfB-Boss geht noch weiter: „Mein Traum ist, dass wir in der Tabelle bestenfalls nur 2 Vereine vor uns haben. Der eine sitzt im Süden, der andere im Westen.“

Will heißen: Stuttgart will die Nr. 3 in Deutschland hinter den Branchen-Riesen FC Bayern München und Borussia Dortmund werden. „Dass das ein sehr weiter Weg ist, ist mir klar, aber es gibt Beispiele, wie schnell das bei den entsprechenden Strukturen gehen kann“, weiß Wolfgang Dietrich. Dortmund, 2008 von Jürgen Klopp wach geküsst und an die Spitze zurückgeführt, ist für ihn das Vorbild. Einen Vergleich des vom BVB nach Stuttgart gewechselten Aufstiegstrainers Hannes Wolf mit Klopp scheut Dietrich jedoch: „Klopp ist Klopp, Wolf ist Wolf. Wir würden uns alle wünschen, wenn Hannes Wolf beim VfB so einen Weg macht.“ Die Vertragsverlängerung mit Wolf steht in jedem Fall auf der Agenda der VfB-Oberen.

Durch die Ausgliederung verfügt der VfB Stuttgart über frisches Geld – und er scheint wieder eine gefragte Adresse für Top-Spieler zu sein. Wie für Weltmeister Ron-Robert Zieler, der für € 4 Mio. von Leicester City kommt, oder für den vom FC Metz für € 6 Mio. verpflichteten Mittelfeldspieler Chadrac Akolo. Ginczek warnt jedoch vor zu viel Euphorie: „Natürlich hat der VfB einen guten Namen, aber wir dürfen nicht anfangen, zu träumen.“

,,Die 3. Kraft“ im deutschen Fußball sein– das wollen viele!

Richtig. Den Plan, „die 3. Kraft“ hinter Dortmund und Bayern zu werden, hatten in den vergangenen 15 Jahren schon einige Klubs. Werder Bremen, hinter dem BVB und den Münchnern ab 2002 mehrfach Vizemeister und Titelträger 2004, stürzte ebenso ins untere Tabellendrittel ab wie der Nord-Rivale HSV, der 2006 letztmals unter den Top 3 stand. Bei Bayer 04 Leverkusen zeigt die letzte Saison mit Rang 12, dass man es sich zu lange im Windschatten der beiden Großen bequem gemacht hat.

Bestes Beispiel sind die Schwaben selbst, die weder bei ihrer sensationellen Vize-Meisterschaft 2003 mit den „jungen Wilden“ noch nach dem Meistertitel von 2007 nachhaltig oben blieben.

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Mit Klubchef Wolfgang Dietrich kehrte der VfB Stuttgart in die Bundesliga zurück.
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