Forsberg in Leipzig: Emil und die Perspektive

Forsberg in Leipzig: Emil und die Perspektive

30 Tor-Beteiligungen des Schweden aus der letzten Saison brachten RB Leipzig als ersten Liga-Neuling in die Champions League und Emil Forsberg auf die Wunschliste der großen Klubs in Europa. Der Wechsel zum AC Mailand scheiterte am „Veto“ des Mannes, der den Halbstürmer im Januar 2015 von Malmö FF nach Leipzig holte: RB-Sportdirektor Ralf Rangnick. Nach dem wohl sicheren Verbleib bei den Roten Bullen steckt sich der Top-Scorer hohe Ziele.

Bammel vor dem 27. August und der Heim-Premiere in der Bundesliga gegen den SC Freiburg hat Emil Forsberg keinesfalls. Der Schwede, über Wochen im Mittelpunkt eines Tauziehens mit dem AC Mailand, rechnet nicht damit, bei den Leipziger Fans in Ungnade zu fallen und eventuell ausgepfiffen zu werden. „Ich habe und hatte keine Angst“, stellte Forsberg in einem Interview mit Fußball BILD (Freitags-Ausgabe) klar, „ich habe ja auch nichts Böses über Leipzig gesagt.“

Hat er nicht. Aber sein Wechsel zu Milan lag in der Luft. Es fehlte eigentlich nur noch das „Okay“ der Leipziger Verantwortlichen, um den Halbstürmer ziehen zu lassen. Doch Forsbergs „Entdecker“, RB-Sportdirektor Ralf Rangnick ließ ihn nicht gehen. Bei einer Vertragslaufzeit bis 2022 und einem Marktwert von 22 Mio. € hätte Forsberg zum teuersten Abgang der noch jungen Leipziger Bundesliga-Geschichte avancieren können.

Für Forsberg liegt der Fokus klar in Leipzig

Dass der 25-Jährige nun bleibt, dürfte die Situation am Cottaweg beruhigen. „Alle Gedanken an einen Wechsel habe ich weggelegt“, versichert Forsberg, „jeder Fußballer hat Träume, aber ich will mich nicht ablenken lassen.“ Forsberg weiß: „Mit der 2. Bundesliga-Saison und der Champions League kommen große Aufgaben auf uns zu. Es wird schwerer.“ Auch, weil viele Gegner den Neuling inzwischen besser einzuschätzen wissen. Für den 25-Jährigen ist nach der Verpflichtung der Stürmerkollegen Bruma und Jean-Kévin Augustin aber auch klar: „Wir können noch besser werden!“

,,Hasenhüttl hat alle besser gemacht – auch mich!“

Der von Forsberg immer wieder geforderte „Spaß am Spiel“ kam am Samstag gegen Stoke City (1:2) etwas zu kurz. Dennoch glaubt der Schwede an die Offensivqualitäten der Mannschaft in der bevorstehenden Champions League-Saison. Forsberg: „Wir haben alle Chancen, um weit zu kommen. Ich vertraue da Trainer Ralph Hasenhüttl. Er hat uns als Team schon letzte Saison besser gemacht – auch mich.“

Richtig. 8 Toren und 22 Assists in 30 Spielen in der Premierensaison in der Bundesliga – Rekord seit Beginn der Bundesliga-Datenerfassung im Jahr 1992 – stehen 8 Treffer und 7 Vorlagen aus der ebenfalls erfolgreichen Zweitliga-Spielzeit 2015/2016 gegenüber. Ein internes Duell mit dem für 12,5 Mio. € von Galatasaray Istanbul verpflichteten Bruma scheut Forsberg ebenso wenig wie den Vergleich mit den ganz großen Teams in Europa. „Bruma ist ein toller Fußballer, er hat eine große Zukunft vor sich und Konkurrenzkampf ist völlig okay.“

Lob vom Weltmeister

Trotz seines kometenhaften Aufstiegs mit den Roten Bullen steht Emil Forsberg immer auch für Bescheidenheit. Das Lob von Weltmeister Per Mertesacker („Emil hat immer Ideen“) bei seinem Auftritt beim Emirates-Cup vor 2 Wochen in London mit dem 2:0 gegen Benfica Lissabon ist für Forsberg viel wert: „Es macht mich stolz, wenn ein Spieler wie Per so gut über mich redet. Leider habe ich ihn in London nicht persönlich getroffen.“

Eine erneute Gelegenheit dazu könnte sich in der Champions League auftun…

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RB-Sportdirektor Ralf Rangnick (m.) holte Emil Forsberg (r.) 2015 für 3,7 Mio. € aus Malmö zu den Roten Bullen.
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