Bundesliga: Verschiedene Favoriten auf die Trainer-Posten in Köln und Mainz

Bundesliga: Verschiedene Favoriten auf die Trainer-Posten in Köln und Mainz

Schnell ging es sowohl in Köln als auch einen Tag später einige Kilometer den Rhein hinauf in Mainz. Die Trainer Achim Beierlorzer und Sandro Schwarz wurden nach den Niederlagen in der Bundesliga gegen Hoffenheim und Union Berlin am Wochenende gefeuert. Kandidaten für die Nachfolge bei den Kellerkindern gibt es zuhauf, die Favoriten auf die vakanten Trainer-Posten unterscheiden sich aber.

Geschäftsführer und Trainer gesucht

Köln verlor schon am Freitagabend äußerst unglücklich die Partie gegen Hoffenheim (1:2). In der letzten Aktion des Spiels entschied Schiedsrichter Dr. Robert Kampka nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten auf Elfmeter. Hoffenheims Jürgen Locadia verwandelte zum Sieg der Kraichgauer. Unmittelbar nach Abpfiff trat Geschäftsführer Armin Veh zurück. Ohne seinen Fürsprecher musste auch Trainer Achim Beierlorzer einen Tag später seinen Hut nehmen. Frank Aehlig ist interimsweise der neue Sport-Chef, trainiert wird die Mannschaft von den beiden Co-Trainern Andre Pawlak und Manfred Schmid.

Damit sind in Köln gleich 2 wichtige Posten zu besetzen. Allerdings ist der Effzeh handlungsfähig. Aehlig hat bereits erste Schritte bei der Trainer-Suche unternommen, sich bei Bruno Labaddia aber prompt eine Absage eingehandelt. Weitere Namen, die im rauschenden Kölner Blätterwald genannt werden, sind Tayfun Korkut und Pal Dardai. Allerdings hatte Korkut bislang noch bei keiner Bundesliga-Station nachhaltigen Erfolg und Dardai soll ab nächster Saison wieder ein Amt bei Hertha BSC übernehmen. Aussichtsreichere Kandidaten dürften Roger Schmidt und Dirk Lottner sein. Schmidt war zuletzt in China, arbeitete aber schon in der Bundesliga (alle Wetten zur Bundesliga) bei Bayer Leverkusen und ist aktuell vereinslos. Mit Lottner hatten die Domstädter erst im DFB-Pokal das Vergnügen. Mit Regionalligist 1. FC Saarbrücken gewann der ehemalige Spieler des Effzeh sensationell gegen seine alte Liebe aus Köln.

Herrlich hoch im Kurs

In Mainz war das herbe 0:8 gegen Leipzig der Anfang vom Ende für Sandro Schwarz. Nach einer weiteren desaströsen Vorstellung gegen Aufsteiger Union Berlin musste der Trainer gehen. Am Bruchweg ist scheinbar Heiko Herrlich der Favorit auf die Nachfolge. Der ehemalige Leverkusen-Coach, mittlerweile sein knapp einem Jahr ohne Beschäftigung, hat beim DFB einige Junioren-Teams betreut und wäre für die Mainzer Verantwortlichen daher prädestiniert für den Job mit der jungen Mainzer Mannschaft. Neben den Namen, die auch in Köln gehandelt werden, soll auch Hannes Wolf Aussichten auf den Platz auf der Bank haben. Er ging bereits durch das Trainer-Stahlbad HSV, wurde dort in der vergangenen Saison nach einer Negativserie aber entlassen. In Stuttgart ging er zuvor freiwillig nach verpatztem Start in die Bundesliga. Herrlich hat in Mainz dem Vernehmen nach aktuell die besten Karten.

Als Spieler einst gefürchteter Freistoß-Schütze beim Effzeh, mittlerweile Trainer-Kandidat in Köln: Dirk Lottner.
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