10 Spiele sieglos: In Augsburg liegen die Nerven blank

10 Spiele sieglos: In Augsburg liegen die Nerven blank

Der FC Augsburg steckt tief in der Krise. Seit dem 9. Spieltag warten die Fuggerstädter auf einen Sieg. Das ist die längste Durststrecke seit dem Bundesliga-Aufstieg 2011. Wie lange darf Manuel Baum noch verlieren? FCA-Abwehrspieler Martin Hinteregger ging nach der erneuten Niederlage in Mönchengladbach (0:2) auf Distanz zu seinem Trainer.

Neben den beiden Mannschaften auf den direkten Abstiegsplätzen, 1. FC Nürnberg und Hannover 96, ist der FC Augsburg aktuell das größte Krisenteam der Fußball-Bundesliga (alle Bundesliga Wetten). 10 Spiele ohne Sieg – so lautet die katastrophale Bilanz der Fuggerstädter. In dieser Zeit kassierten die bayrischen Schwaben 7 Niederlagen, zuletzt 3 in Folge. Die Stimmung bei den Fuggerstädtern liegt am Boden. Das wurde besonders nach der Pleite bei Borussia Mönchengladbach deutlich.

Baum wütet wiederholt gegen den Schiedsrichter

Gegen die Borussia (0:2) zeigte der FCA zwar eine kämpferische Leistung, war spielerisch aber deutlich unterlegen. Nur in der Laufleistung (120,04:117,96) war Augsburg besser, in allen anderen relevanten Statistiken hatte das Baum-Team das Nachsehen: Torschüsse 4:14, gespielte Pässe 356:595, angekommene Pässe 267:515, Ballbesitz 38%:62% und Zweikampfquote 48%:52%. Trotzdem machte Trainer Manuel Baum den Schiedsrichter zum Sündenbock und redete sich nach der Partie in Rage:

„Meiner Meinung nach hat der Schiedsrichter eine katastrophale Fehlentscheidung getroffen. Der kennt seine eigenen Regeln nicht. So was Dilettantisches. Und der pfeift Bundesliga!“

Es war nicht das erste Mal, dass der FCA-Coach gegen den Schiedsrichter wütete. Die Negativ-Serie seiner Mannschaft und das Abrutschen auf Rang 15 haben deutliche Spuren beim 39-Jährigen hinterlassen. Selbst als Augsburg 2011/12 erstmalig in die Bundesliga aufstieg und schwer mit Anpassungsprobleme zu kämpfen hatte, legte der Klub nicht so eine schwache Serie hin. Damals blieb die Mannschaft lediglich 8 Partien sieglos.

Hinteregger mit deutlicher Kritik

Der Zusammenhalt zwischen Coach und Mannschaft bekommt immer tiefere Risse. Das wurde nach dem Gladbach-Spiel sichtbar. Anders als sein Trainer machte Abwehrchef Martin Hinteregger die Niederlage nicht am Referee fest, sondern kritisierte seinen Übungseiter:

„Das ganze Jahr 2018 zeigt die Kurve nach unten. Ich sehe nicht viel Verbesserung, die Entwicklung geht seit einem Jahr nach unten. Ich kann nichts Positives über ihn (M. Baum, Anm. d. Red.) sagen und werde auch nichts Negatives sagen. […] Es war einfach nur schlecht. Wir haben haushoch verdient verloren. So macht Fußball keinen Spaß, wenn du immer nur dem Ball nachläufst und nur darum bettelst. Ich weiß selber nicht so genau, was heute unsere Taktik war.“

Martin Hinteregger spielt seit 2016 für den FC Augsburg.

Harte Worte des Österreichers, die deutlich zeigen, wie schlecht die Stimmungslage in Augsburg ist. Anscheinend steht nicht mehr jeder in der Mannschaft hinter dem Trainer. Noch allerdings sitzt Baum fest im Sattel. Manager Stefan Reuter ist weiterhin vom Turnaround unter dem jetzigen Amtsinhaber überzeugt. Sollte aus den nächsten Spielen gegen Mainz und Bremen aber wieder nichts Zählbares geholt werden, dürfte auch bei Reuter die Meinung umschlagen. Denn im Anschluss daran warten mit Bayern, Dortmund und Leipzig 3 Gegner, für die Augsburg in der aktuellen Verfassung nur Kanonenfutter ist.

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