Transfer-Bilanz seit 2010: Bayern Krösus, Wolfsburg spendabel, S04 sparsam

Transfer-Bilanz seit 2010: Bayern Krösus, Wolfsburg spendabel, S04 sparsam

Die Sommer-Transferperiode ist in ihrer heißen Phase. Tagtäglich werden quer durch Europa absurde Summen für neue Spieler bezahlt. Auch die Bundesliga-Klubs schlagen kräftig auf dem Transfermarkt zu. Seit 2010 haben die hiesigen Vereine eine Menge Geld für Transfers ausgegeben – allen voran der FC Bayern München und der VfL Wolfsburg. Wir haben eine Transfer-Bilanz für die vergangenen 7 Jahre aufgestellt. An den Einnahmen und Ausgaben ist ersichtlich, inwieweit die Summen gestiegen sind.

Der FC Bayern München hat in diesem Sommer bereits ordentlich auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Mit Corentin Tolisso (€ 41,5 Mio.), Kingsley Coman (€ 21 Mio.), Niklas Süle (€ 20 Mio.) und Serge Gnabry (€ 8 Mio.) hat der deutsche Rekordmeister bereits € 90,5 Mio. in Neuzugänge investiert. Europaweit hat kein anderer Verein zum jetzigen Zeitpunkt mehr Geld für Transfers ausgegeben.

Trotzdem ist ein Teil der Fans mit den Ausgaben nicht zufrieden. Sie wollen noch höhere Ausgaben für noch größere Stars. Der FC Bayern hat in den vergangenen Jahren seine Transferstrategie allerdings bereits geändert. Gab der FCB 2010 insgesamt nur € 17 Mio. für neue Spieler aus, hat sich dieser Betrag mittlerweile vervielfacht. Ein FCB-Transfer unter € 10 Mio. ist heutzutage eine Seltenheit.

Ein Blick auf die Transfer-Bilanz der spendierfreudigsten Klubs der Bundesliga zeigt die Entwicklung der Summen. Dabei spielen die Bayern längst in ihrer eigenen Liga, aber der Erfolg gibt ihnen Recht. Anders sieht das in Wolfsburg und vor allem beim HSV aus. Hier lautet das Transferfazit der vergangenen 7 Jahre: Hohe Ausgaben, wenig Ertrag.

Bayern kauft keine kleinen Fische mehr

Auch wenn der FC Bayern München in dieser Transferperiode noch keinen ganz großen Namen an Land ziehen konnte, macht der Blick auf die Einkäufe seit 2010 deutlich: Holt der FCB einen neuen Spieler, zahlt er für Bundesliga-Verhältnisse viel Geld. Im Durchschnitt kostet ein Bayern-Neuzugang € 14 Mio. Hätten wir in der Grafik nur die letzten 2-3 Jahre berücksichtigt, wäre diese Summe mittlerweile deutlich höher.

Seit 2010 haben die Münchner € 413 Mio. in neue Spieler investiert. Da kann kein anderer deutscher Verein mithalten. Die Titel in diesem Zeitraum (5 Meisterschaften, 3 Pokalsiege, 1 Champions-League-Titel, 1 Gewinn der FIFA Klubweltmeisterschaft) beweisen allerdings in diesem Fall: Geld schießt doch Tore!

Investoren, Gönner und Klubbesitzer sei Dank

Dass es auch anders geht, haben der VfL Wolfsburg und vor allem der HSV in der jüngsten Vergangenheit bewiesen. Die Wölfe sind nach dem übermächtigen FCB der spendierfreudigste Klub der Liga. € 372 Mio. machten die Niedersachsen in den vergangenen 7 Jahren für Transfers locker. Gab es 2014/15 mit der Vizemeisterschaft und dem DFB-Pokalsieg dafür noch sportlichen Erfolg, waren die vergangenen 2 Jahre mit den Endplatzierungen 8 und 16 totale Katastrophen. Durch den Abgasskandal bei Haupteigner VW werden beim VfL vorerst kleinere Brötchen gebacken. In diesem Sommer hat der Klub „erst“ € 34 Mio. ausgegeben, dafür allerdings auch schon € 25. Mio. durch Spielerverkäufe eingenommen. Das ist kein Vergleich zu den Vorjahren. Allein für die Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 investierte Wolfsburg € 145 Mio.

Dem Ganzen setzt nur noch der HSV die Krone auf. Der Bundesliga-Dino, der gefühlt in jedem Jahr um den Klassenerhalt zittern muss, hat seit 2010 mit € 158 Mio. die fünftgrößte Summe aller BL-Klubs ausgegeben. Erfolg? Fehlanzeige! Der Verein hat in diesem Zeitraum ein Transferminus von € 65 Mio. erzielt. Nur die Bayern und RB Leipzig weisen eine größere Diskrepanz zwischen Transfereinnahmen und –ausgaben auf. Aber dank Investor Klaus-Michael Kühne ist so ein wirtschaftliches Fehlverhalten ohne große Auswirkungen möglich.

Gleiches gilt für Emporkömmling RB Leipzig. Dank des schier unendlichen Budgets von Red Bull sind die Sachsen gar nicht auf Verkäufe angewiesen. In 6 der vergangenen 7 Jahre erzielte der Brauseklub keine Einnahmen durch Spielerverkäufe, schlug im gleichen Zeitraum aber kräftig (€ 112 Mio.) auf dem Transfermarkt zu. Nachdem der sportliche Erfolg (Bundesliga Platz 2) dem Projekt Recht gab, wird RBL in Zukunft sicherlich noch größere Summen investieren und den deutschen Branchen-Größen wie Bayern und Dortmund Konkurrenz machen.

Gewinnen Sie jede Woche bis zu €100.000! Tippen Sie einfach, wann genau das 1. Tor in unserem Spiel der Woche fällt. Um teilzunehmen, müssen Sie eingeloggt sein.

Ihr erster Tipp ist gratis, für jede bei bwin gesetzten €10 (Mindestquote 1.70) können Sie einen weiteren Tipp abgeben. Es gelten nur Wetten, die am betreffenden Tag platziert und ausgewertet werden. Extra-Tipps stehen am Folgetag zur Verfügung. Bis zu 100 Tipps pro Tag sind möglich.

Mitten drin im Geschehen mit der bwin Sportwetten-App: Hier warten mehr Wetten als bei jedem anderen Anbieter. Umfassende Fußball-Statistiken liefern die dazugehörigen Informationen. Extra-schneller Wettabschluss garantiert! Jetzt downloaden.

X