Bundesliga: Streit um Funkel-Jubiläum

Bundesliga: Streit um Funkel-Jubiläum

Er ist ein echtes Urgestein der Bundesliga – Friedhelm Funkel. Bereits seit 1989 ist er als Trainer unterwegs. Nun schlagen sich seine vielen Jahre Erfahrung auch in Zahlen nieder. Am Freitag tritt er mit Fortuna Düsseldorf zum Auswärtsspiel bei Hertha BSC an, für Funkel ist es der 500. Auftritt in der deutschen Eliteklasse. Oder doch nicht? Denn rein offiziell ist er es eben noch nicht. Die DFL zählt erst den 498. Einsatz von Funkel. Aber wie kommt es zu diesem Fall?

Es wird eifrig diskutiert. Ist es das 500. Bundesliga-Spiel von Friedhelm Funkel als Trainer oder nicht? Doch wie kann in Zeiten der äußerst genauen Führung von Statistiken eine solche Uneinigkeit herrschen? Ganz einfach. In der Saison 1992/93 kam es zu einem echten Kuriosum. Funkel war bereits seit über einem Jahr Trainer des SC Bayer 05 Uerdingen als die Krefelder eine Verletztenmisere unglaublichen Ausmaßes erwischte. Die Folge: Der damals 39-jährige Uerdingen-Coach stand offiziell als Spieler auf Spielberichtsbogen, nicht als Trainer. Stattdessen coachte Assistent Armin Reutershahn die Bayer-Elf.

Nicht-Zählung fragwürdig

Fall Nummer 2: In der Saison 2000/01 war Funkel als Trainer von Hansa Rostock angestellt. Nach einer 0:1-Niederlage bei Hertha BSC schimpfte der Rheinländer so sehr über das Schiedsrichtergespann – er sprach von Betrug -, dass er von der DFL zu einem Spiel auf der Tribüne verknackt wurde. Eine Woche später saß Funkel beim 2:0 seiner Rostocker gegen den VfL Bochum also nicht auf der Bank. Doch reicht dies, um zu sagen, dass er deswegen nicht für die Mannschaft verantwortlich war? Es nicht als Trainerspiel zu zählen? Immerhin bereitete der heutige Düsseldorf-Coach seine Spieler sowohl 1993 als auch 2001 die gesamte Woche auf die Partie, gab vermutlich die Marschrichtung vor und musste auch die Konsequenzen der 0:1-Pleite 1993 ausbügeln.

Nur 5 Trainer mit mehr Einsätzen

Für uns feiert Funkel bereits am Freitag sein Jubiläum, wenn es nach der DFL geht, erst am 26. Oktober beim Spiel in Paderborn. Eines ist jedoch sicher: Der 65-Jährige wird in den Kreis der 500er aufsteigen und somit zu einer echten Legende. Nur 5 Trainerkollegen können auf mehr Partien in der Bundesliga verweisen. Unangefochtener Spitzenreiter ist Otto Rehhagel. Der ehemalige Coach von Werder Bremen saß 832 Mal an der Seitenlinie. Es folgen Jupp Heynckes (668), Erick Ribbeck (569), Thomas Schaaf (524) und Udo Lattek (522). Mit ein bisschen Glück und einer baldigen Trendwende in Düsseldorf kann Funkel Schaaf und Lattek vielleicht noch einholen. Dafür müsste er die Saison bei der Fortuna nur zu Ende bringen. Dann stünde er (offiziell) bei 525 Bundesliga-Einsätzen als Trainer.

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