Bundesliga-Legionäre: Franzosen sind die neue 2. Macht

Bundesliga-Legionäre: Franzosen sind die neue 2. Macht

Lucas Hernandez, Christopher Nkunku, Moussa Diaby und Ronael Pierre-Gabriel – in diesem Sommer wurden 4 Franzosen von Bundesliga-Klubs verpflichtet. Hinzu kommen mit Vincent Koziello und Anthony Modeste noch 2 Kicker, die mit dem 1. FC Köln aufgestiegen und somit neu in der Liga sind. Insgesamt stehen nun 26 Franzosen bei deutschen Erstligisten unter Vertrag. Nur eine Nation stellt noch mehr Legionäre in der Bundesliga.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends erlebte die Bundesliga einen echten Brasilien-Hype. Giovane Elber, Lucio, Ze Roberto, Marcio Amoroso, Ewerthon, Dede und viele mehr bereicherten die deutsche Eliteliga. Doch dieser Trend ist inzwischen keiner mehr. Immer seltener werden Kicker vom Zuckerhut in die Bundesliga geholt. Stattdessen bedienen sich die Klubs lieber in der direkten Nachbarschaft. Mit Österreich, Frankreich und der Schweiz belegen 3 an Deutschland angrenzende Länder die Top 3-Plätze der Bundesliga-Legionärsstatistik.

32 Österreicher kicken in der Bundesliga

Seit 2010 ist David Alaba nicht mehr aus der Bundesliga wegzudenken. Der Linksfuß ist wichtiges Mitglied der Stammformation des FC Bayern. Durch ihn wurde die Bewegung der Österreicher in Richtung deutscher Eliteklasse verstärkt. Inzwischen sind sie die größte Legionärsgruppe. 11,3 Prozent aller Bundesliga-Ausländer kommen aus der Alpenrepublik.

Ebenfalls einen Aufschwung erfuhren die Franzosen. Während in der Saison 2012/13 gerade einmal 3 von ihnen bei uns kickten, sind es inzwischen satte 26. Allein in den letzten 3 Transferperioden – die aktuelle schon mitgerechnet – holten die Bundesligisten 11 Franzosen nach Deutschland. Der Frankreich-Anteil an der Gesamtsumme der Legionäre ist auf 9,3 Prozent gestiegen.

Nordmazedonien, DR Kongo, Venezuela & Uruguay sind die Außenseiter

Natürlich gibt es neben den üblichen verdächtigen Legionärsländern gibt es die absoluten Außenseiter, die nur einen Spieler in der Bundesliga stellen. 23 Kicker aus eben 23 verschiedenen Ländern sind die Alleinunterhalter ihrer Nation in Deutschlands höchster Liga. Darunter fallen Spieler wie Marcelo Saracchi (RB Leipzig) aus Uruguay, Sergio Cordova (FC Augsburg) aus Venezuela, Marcel Tisserand (VfL Wolfsburg) aus der DR Kongo oder Darko Churlinov (1. FC Köln) aus Nordmazedonien.

Die Top 10 der Bundesliga-Legionärs-Länder

Platz 1: Österreich 32 Spieler

Platz 2: Frankreich 26 Spieler

Platz 3: Schweiz 17 Spieler

Platz 4: Niederlande 15 Spieler

Platz 5: Brasilien 14 Spieler

Platz 6: Spanien 12 Spieler

Platz 7: Türkei/USA 11 Spieler

Platz 9: Dänemark 10 Spieler

Platz 10: Polen/Belgien/Schweden 7 Spieler

Nationen, die nur einen Bundesliga-Profi stellen

Uruguay (Marcelo Saracchi, RB Leipzig)

Nordmazedonien (Darko Churlinov, 1. FC Köln)

Venezuela (Sergio Cordova, FC Augsburg)

Mali (Amadou Haidara, RB Leipzig)

Russland (Maximilian Pronichev, Hertha BSC)

Tunesien (Mohamed Dräger, SC Paderborn)

Peru (Claudio Pizarro, Werder Bremen)

Armenien (Sargis Adamyan, TSG Hoffenheim)

Chile (Charles Aranguiz, Bayer Leverkusen)

Paraguay (Julio Villalba, Borussia Mönchengladbach)

Kosovo (Milot Rashica, Werder Bremen)

Togo (Ihlas Bebou, TSG Hoffenheim)

Kolumbien (Jhon Cordoba, 1. FC Köln)

Wales (Rabbi Matondo, FC Schalke 04)

Bulgarien (Ilia Gruev, Werder Bremen)

Slowenien (Kevin Kampl, RB Leipzig)

Rumänien (Alexandru Maxim, FSV Mainz 05)

Albanien (Amir Abrashi, SC Freiburg)

Island (Alfred Finnbogason, FC Augsburg)

Ecuador (Carlos Gruezo, FC Augsburg)

Jamaika (Leon Bailey, Bayer Leverkusen)

Ukraine (Yevhen Konoplyanka, FC Schalke 04)

DR Kongo (Marcel Tisserand, VfL Wolfsburg)

Ein Exot in der Bundesliga – Marcel Tisserand aus der DR Kongo
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