Forsberg vor Dembélé: Die Top-Newcomer der Saison

Forsberg vor Dembélé: Die Top-Newcomer der Saison

Was hat uns die 54. Saison seit Bestehen der Bundesliga nicht alles geboten? Abstürze diverser Spitzenklubs und spektakuläre Comebacks, gewürzt mit flotten Sprüchen sowie viel diskutierten Aufregern. Kurz nach dem Saisonende startet die bwin-Redaktion eine kleine Rückblick-Serie. Heute: Die 4 besten Newcomer!

Emil Forsberg (RB Leipzig)

Aus dem Leipziger Überfliegerteam kommen so einige Spieler für die Mannschaft des Jahres in Frage. Wer dabei ohne einen Emil Forsberg auskommt, sucht sich wohl besser eine andere Sportart. Der 25-Jährige nimmt eine ähnliche Rolle wie einst Kevin de Bruyne beim VfL Wolfsburg ein.

Auch sein enormes Tempo und die Präzision erinnern an den Belgier, der inzwischen bei Manchester City in der Premier League spielt. Den Vorlagenrekord von de Bruyne sowie Zvjezdan Misimovic (22) stellte Forsberg ein, obwohl er wegen einer Rotsperre 3 Partien verpasst hatte – alter Schwede!

Ousmane Dembélé (Borussia Dortmund)

30 Scorerpunkte in 48 Pflichtspielen. Mit den nackten Zahlen ist über den Franzosen fast schon alles gesagt. Setzt Ousmane Dembélé zum Dribbling an, schlägt das Herz eines jeden BVB-Fans höher. Auf den ersten 30 Metern bewegt sich der 5-malige Nationalspieler in einer eigenen Liga – da könnte höchstens der jamaikanische Sprintstar Usain Bolt mithalten.

Zum 1. Platz im Newcomer-Ranking fehlt freilich die Konstanz. Wie einige Dortmunder Talente ist auch der 20-Jährige erst ein halb geschliffener Diamant. Unsere Buchmacher legen sich unabhängig von der Trainerfrage fest: Mit Dembélé ist der BVB (Quote: 6.50) in der kommenden Saison der Bayern-Jäger Nummer Eins.

Vincenzo Grifo (SC Freiburg)

Ein waschechter Newcomer ist der in Pforzheim geborener Italiener zwar nicht mehr. Vor ein paar Jahren hatte Vincenzo Grifo im Trikot der TSG Hoffenheim sein Bundesliga-Debüt gefeiert. Doch zwischen dem Grifo von damals und heute liegen Welten. Beim SC Freiburg knüpfte der Rechtsfuß nahtlos an seine starken Leistungen im Aufstiegsjahr an.

Mit 6 Toren und 12 Vorlagen sorgte er dafür, dass die Breisgauer in der Rückrunde nie in die untere Tabellenhälfte abfielen. Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach scheinen bereit, die Ausstiegsklausel zu nutzen, um Grifo aus seinem bis 2019 laufenden Vertrag herauszukaufen. Der Standard-Spezialist wäre durch seine Vielseitigkeit für viele Teams eine Bereicherung.

Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen)

Knapp das Treppchen verpasst, aber mit Dembélé das vielleicht größte Potenzial besitzt Kai Havertz. Wo die Leverkusener ohne seine 4 Treffer und 6 Vorlagen gelandet wären, wollen sich die Anhänger lieber nicht ausmalen. Dabei konnte Havertz auf Grund seiner anstehenden Abiturprüfungen oft nicht mal das komplette Trainingsprogramm der Profis absolvieren.

„Die Chance war da, sogar einen Hattrick zu erzielen“, gab sich das Eigengewächs nach seinem ersten Bundesliga-Doppelpack in Berlin (6:2) erstaunlich selbstkritisch. Der künftige Bayer-Trainer bekommt in jedem Fall einen Musterschüler.

Zwischen Abi-Stress und Königsklasse: Bayer-Talent Kai Havertz (links.) im Duell mit Atléticos Gabi
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