Die schlechtesten Transfer-Deals der Bundesliga

Bundesliga: Die schlechtesten Transfer-Deals der letzten Dekade

Hohe Ablösesumme gekostet, sportlich enttäuschend und verkauft für einen Bruchteil des Einkaufspreises – auf welche Spieler passt diese Beschreibung? Die bwin News Redaktion hat sich auf die Suche nach den schlechtesten Transfer-Deals der Bundesliga (alle Bundesliga Wetten) seit dem Jahr 2010 gemacht. Unsere Infografik zeigt, welche Akteure es in die unrühmliche Top 5 geschafft haben.

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Was zeichnet einen schlechten Transfer-Deal aus? Für unsere Infografik haben wir in 2 Kategorien gesucht. Zum einen: der wirtschaftliche Faktor. Wie hoch war die Ablösesumme und das Gehalt? Wie schnell suchte der Spieler das Weite? Und wie viel Geld nahm der Verein durch einen Verkauf des Akteurs im Verhältnis zum Einkaufspreis noch ein? Zum anderen: der sportliche Faktor. Wie viele Partien absolvierte der Spieler? Welche Leistungen zeigte er in den eingesetzten Minuten? Anhand dieser Kriterien wurde eine Top 5 der schlechtesten Transfer-Deals der Bundesliga der letzten Dekade gebildet.

Die schlechtesten Transfer-Deals

André Schürrle hat in unserem Ranking einen Spitzenplatz ergattert, weil er sich wirtschaftlich als großer Flop für Borussia Dortmund erwies. 30 Mio. € überwies der BVB 2016 für den damaligen Nationalspieler. 4 Jahre später wurde der Vertrag des Offensivakteurs aufgelöst. Die Borussia bekam keinen Cent Ablösesumme, musste stattdessen nach BILD-Informationen sogar noch 2,5 Mio. € an Abfindung zahlen. Schürrle kassierte in Dortmund in den Spielzeiten 2016/17 und 2017/18 ein kolportiertes Gehalt in Höhe von je 7 Mio. €. Sportlich brachte er es in den 2 Jahren auf 18 Torbeteiligungen in 51 Partien. Statistisch gesehen ist eine Torbeteiligung in jedem 3. Spiel zwar nicht schlecht, im Vergleich zu den Kosten für den BVB aber dennoch viel zu wenig. Da Schürrle auch auf seinen Leihstationen beim FC Fuhlam (2018/19) und bei Spartak Moskau (2019/20) nicht zu überzeugen wusste, gab es im Sommer 2020 keinen Abnehmer mehr für den erst 29-Jährigen. Sein immer vorbildlicher Einsatz, sein loyales Verhalten und seine sympathischen Auftritte fernab des Platzes bleiben den BVB-Fans in Erinnerung, ändern aber nichts daran, dass sein Engagement in Dortmund insgesamt eine sehr große Enttäuschung war.

Riechedly Bazoer ist wohl nicht mehr jedem Bundesliga-Anhänger ein Begriff. Dabei galt der Niederländer einmal als Star der Zukunft. Im Januar 2017 zahlte der VfL Wolfsburg für den damals 20-Jährigen 12 Mio. € Ablösesumme an Ajax Amsterdam. 6 Länderspiele für die Niederlande, Stammspieler bei Ajax – die Wölfe schienen mit Bazoer ein Schnäppchen gemacht zu haben. Heute ist bekannt, dass sich dieser vermeintliche Coup als teurer Fehlgriff entpuppte. Bereits 1,5 Jahre später, im August 2018, wurde der Mittelfeldspieler an den FC Porto verliehen. Bis dahin kam er nur in 27 von 61 möglichen Partien für Wolfsburg zum Einsatz. Dabei gelang ihm nur ein einziger Assist. Auch in Porto floppte Bazoer, woraufhin es für ihn im Januar 2019 weiter zum FC Utrecht ging. Der FCU lehnte eine feste Verpflichtung ebenfalls ab. Im Juli 2019 erfolgte schließlich der Wechsel zu Vitesse Arnheim für lediglich 1,5 Mio. €. In nur 2,5 Jahren sank sein Wert um knapp 80% – und das bei einem 22-Jährigen, der einst als großer Hoffnungsträger nach Wolsburg wechselte und von dessen Verkauf sich die Verantwortlichen irgendwann einmal einen hohen Gewinn versprachen.

Schlechte Transfer-Deals Fußball-Bundesliga

Die Top 5 komplettieren Josip Drmic (von Leverkusen zu M’gladbach), Sebastian Rode (von Bayern zum BVB) und Luuk de Jong (von Twente zu M’gladbach). Drmic kostete 10 Mio. € und war im Juli 2015 der zweitteuerste Transfer der Gladbacher Vereinsgeschichte. Die Erwartungen konnte er nie erfüllen, was auch an seinen vielen Verletzungen lag. In 4 Jahren kam er nur in 36% aller Fohlen-Spiele zum Einsatz. Sein Vertrag wurde im Sommer 2019 aufgrund seiner schwachen Quote nicht verlängert, weshalb er ablösefrei nach England wechselte. Verletzungen machten auch die Rode-Verpflichtung für den BVB zu einem schlechten Transfer-Deal. 12 Mio. € bezahlt, so gut wie keine Leistung dafür bekommen. Der Mittelfeldspieler stand nur in 937 von 11.160 Spielminuten für Schwarz-Gelb auf dem Platz. Mit einem Transferminus von 8 Mio. € verkaufte Dortmund ihn 2019 zurück zu Eintracht Frankfurt, wo er überraschenderweise wieder gute Leistungen zeigt. De Jong kam im Sommer 2012 für die damalige Gladbacher Rekordsumme von 12,5 Mio. € an den Niederrhein. Der Stürmer sollte für viele Tore sorgen, fand sich im System von Lucien Favre aber nicht zurecht und folglich immer öfter auf der Ersatzbank wieder. In seinen 1,5 Jahren in Mönchengladbach schaffte er es nur 17 Mal in eine Bundesliga-Startelf. Nach einer Leihe zu Newcastle wurde das Engagement im Sommer 2014 beendet und De Jong ging zurück in die Niederlande. Eindhoven bezahlte 7 Mio. € weniger als die Borussia 2 Jahre zuvor an Twente.

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