Bobic-Bilanz bei Eintracht Frankfurt: Multi-Kulti-Truppe mit Profil

Bobic-Bilanz bei Eintracht Frankfurt: Multi-Kulti-Truppe mit Profil

Fredi Bobic (45) – Der frühere Sportdirektor des VfB Stuttgart hat sich bei Eintracht Frankfurt als Nachfolger des legendären Heribert Bruchhagen etabliert. Im ersten Jahr stand der Schwabe mit der SGE im Pokalfinale. In dieser Saison stellte er mit Trainer Niko Kovac (46) eine Mannschaft mit Legionären aus insgesamt 23 Ländern zusammen. Ein neues Team, das durchaus ambitioniert ist.  

Köln, 20. September 2017. Beim 1:0-Erfolg von Eintracht Frankfurt beim FC fielen gleich 2 Bestmarken in der Fußball-Bundesliga. Erstmals seit 1994 konnten die Hessen wieder in der Domstadt gewinnen. Dazu liefen die „Adlerträger“ mit 11 Legionären aus 11 Ländern in der Startelf auf. Ein neuer Bundesliga-Rekord. 11 ausländische Profis hatte zuletzt eben der 1. FC Köln am 28. Spieltag der Saison 2008/2009 beim 0:3 gegen den VfB Stuttgart aufgeboten. Damals waren es jedoch „nur“ Spieler aus 10 verschiedenen Ländern.

In der bunten Adler-Truppe spielten beim Erfolg im RheinEnergie-Stadion mit dem gebürtigen Frankfurter und US-Nationalspieler Timothy Chandler und dem Berliner Kevin-Prince Boateng auch 2 in Deutschland groß gewordene Profis. Dem Ruf der Multi-Kulti-Truppe war dies natürlich nicht abträglich.

Bobics cleverer Deal mit Rebic

„United Colors of Bembeltown“, so nennen die Fans das Zusammenspiel vieler Nationen im Eintracht-Dress, hat in der Bankenmetropole Tradition. „Die Eintracht“, so SGE-Akademieleiter Anton Schumacher am Sonntag während einer Podiumsdiskussion auf der renommierten Frankfurter Buchmesse, „zeichnet sich eben auch durch kulturelle Vielfalt und Internationalität aus, von Bum-Kun Cha bis zu Anthony Yeboah und Jay-Jay Okocha.“

Haller kann ein SGE-Idol werden – wie Cha oder Yeboah

Oder Sébastien Haller. Der 7 Mio. € teure Rekord-Neuzugang der Eintracht vom FC Utrecht hat mit 3 Toren in 8 Liga-Einsätzen die Herzen der Fans in Hessen im Sturm erobert. Zweikampfstark, körperlich robust, darf der Stürmer aus Frankreich zu Recht als Königstransfer von Eintracht-Sportdirektor Fredi Bobic (45) gesehen werden. Der Europameister von 1996 hat gemeinsam mit Coach Niko Kovac (46) in seinem 2. Jahr in Frankfurt eine Multi-Kulti-Truppe mit Profil aufgebaut.

Ein cleverer Schachzug von Bobic war die erneute Leihe des Kroaten Ante Rebic (23) vom AC Florenz. Der Außenstürmer gilt team-intern als äußerst beliebt. Seine individuelle Klasse half der SGE am letzten Samstag einmal mehr beim 2:1 in Hannover. Gilt auch für den von UD Las Palmas geholten offensiven Mittelfeldspieler Kevin-Prince Boateng (30), selbst 15-facher Internationaler Ghanas. Boateng hat gezeigt, dass er eine Führungsposition übernehmen kann. Der Niederländer Jonathan de Guzman (29) muss dagegen – anders als sein ballsicherer und dribbelstarker Landsmann Jetro Willems (23) – noch auf den Durchbruch warten.

De Guzman schlug noch nicht ein

Noch nicht in der Bundesliga angekommen sind der Mexikaner Carlos Salcedo mit 3 Einsätzen und der erst in 2 Spielen zum Zug gekommene Japaner Daichi Kamada. Für 1,6 Mio. € von Sagan Tosu unter Vertrag genommen, gilt der Mittelfeldspieler in Frankfurt ohnehin als Perspektivspieler.

„Ich brauche keine Blumen, will nur meinen Job machen“, erklärte der neue Eintracht-Macher Bobic in einem Interview in der Frankfurter Neuen Presse, „ich will einfach nur diesen wirklich tollen Verein voranbringen.“

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Eintracht Frankfurt stellte beim 1:0-Erfolg beim 1. FC Köln eine neue Bundesliga-Bestmarke auf.
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