Backup-Stürmer: Bei einigen Top-Klubs fehlt die Qualität

Backup-Stürmer: Bei einigen Top-Klubs fehlt die Qualität

Mit Sandro Wagner konnte der FC Bayern die Position des Backup-Stürmers hinter Robert Lewandowski qualitativ hochwertig besetzen. Lange Zeit war der FCB auf der Suche nach dem idealen Ersatz und ließ die Position einige Spielzeiten unbesetzt. Bei einigen Top-Klubs besteht hinter dem gesetzten Stürmer ebenfalls Nachholbedarf.

13 Mio. € ließ sich der FC Bayern in der Winterpause die Dienste von Sandro Wagner kosten. Auf den ersten Blick viel Geld für einen potentiellen Ersatzstürmer, auf den 2. Blick aber eine mehr als sinnvolle Investition.

In München muss sich Wagner hinter dem gesetzten Top-Torjäger Robert Lewandowski mit der Rolle des Backup-Stürmers begnügen. Wie Trainer Jupp Heynckes bei der Vorstellung des Angreifers im Trainingslager in Doha sagte, weiß dieser seine Situation aber richtig einzuschätzen:

„Er kennt seine Rolle, dass vor ihm ein Weltklassespieler wie Robert Lewandowski steht. Aber Sandro hat sich zuletzt klasse entwickelt. Er ist Nationalspieler geworden. Ich denke, dass er uns helfen kann.“

Die Bayern konnten endlich die Lücke hinter Lewandowski schließen. Sollte der Pole verletzt ausfallen, muss nicht erst das gesamte System durcheinandergewürfelt werden. In diesem Fall steht mit Wagner ein 1-zu-1-Ersatz parat, der zudem über Qualität und Erfahrung verfügt. Außerdem muss Lewandowski jetzt nicht mehr in jeder Minute auf dem Platz stehen, sondern kann sich Verschnaufpausen gönnen, um ausgeruht in die wichtigen Spiele zu gehen.

Viele Top-Klubs stehen vor einem nahezu unüberwindbaren Problem, sollte der gesetzte Stürmer einmal über einen längeren Zeitraum pausieren müssen. Das beste Beispiel dafür ist Borussia Dortmund. Einen Ausfall von Pierre-Emerick Aubameyang könnte der BVB nicht kompensieren. Mit Alexander Isak steht nur ein weiterer Mittelstürmer im Kader, der aber bei weitem nicht an die Qualität des Gabuners heranreicht. Zwar könnten auch Spieler wie André Schürrle oder Andrij Yarmolenko in die Sturmspitze rücken, aber sie müssten dann auf einer ungewohnten Position agieren.

Paco Alcacer ist der Edeljoker beim FC Barcelona.

Diese Top-Klubs verfügen über einen hochwertigen Backup-Stürmer im Kader

Manchester City: 1. Sergio Agüero, 2. Gabriel Jesus

Manchester United: 1. Romelu Lukaku, 2. Zlatan Ibrahimovic

FC Arsenal: 1. Alexandre Lacazette, 2. Oliver Giroud

Tottenham Hotspur: 1. Harry Kane, 2. Fernando Llorente

FC Chelsea: 1. Alvaro Morata, 2. Michy Batshuayi

FC Barcelona: 1. Luis Suarez, 2. Paco Alcacer

Atletico Madrid: 1. Antoine Griezmann, 2. Fernando Torres

Juventus: 1. Gonzalo Higuain, 2. Mario Mandzukic

SSC Neapel: 1. Dries Mertens, 2. Arkadiusz Milik

AS Rom: 1. Edin Dzeko, 2. Patrick Schick

Ein richtiges Luxusproblem hat Trainer Diego Simeone bei Atletico Madrid. Mit Antoine Griezmann, Fernando Torres, Kevin Gameiro und Diego Costa stehen dem Argentinier 4 starke Angreifer für das Sturmzentrum zur Verfügung, die bei vielen anderen Klubs einen Stammplatz sicher hätten.

Diese Top-Klubs haben Nachholbedarf in Sachen Backup-Stürmer

Neben dem bereits erwähnten BVB hat vor allem Real Madrid Nachholbedarf. Die Königlichen setzen in der Sturmmitte seit Jahren auf Karim Benzema. Nach den Abgängen von Gonzalo Higuain (2013) und Alvaro Morata (2017) verpassten die Königlichen allerdings die Verpflichtung eines hochwertigen Backup-Stürmers. Mit Borja Mayoral  steht nur durchschnittlicher Ersatz parat. Fällt der Franzose aus, muss häufig Cristiano Ronaldo ins Sturmzentrum ausweichen.

Gleiches gilt für Paris St. Germain. Zwar sind die Franzosen mit Edinson Cavani, Neymar und Kylian Mbappé in der Offensive bärenstark besetzt, doch agiert einzig der Uruguayer als Zentrumsspieler. Mbappé könnte die Position zwar auch besetzen, hat aber – wie Neymar – seine Stärken eher auf dem Flügel bzw. als hängende Spitze. Einen weiteren Mittelstürmer sucht man im PSG-Kader vergeblich.

Bei Inter Mailand ist alles auf Mauro Icardi zugeschnitten. Der Torjäger ist die Lebensversicherung der Nerazzurri. Was aber passiert, wenn der Argentinier mal ausfallen sollte? Nominell spielt einzig Andrea Pinamonti die Rolle des Mittelstürmers. Éder oder Ivan Perisic, die sich beide eher als Außenstürmer sehen, müssten dann die Rolle bekleiden.

Mit der Verpflichtung von Sandro Wagner hat der FC Bayern – Stand heute – alles richtig gemacht.

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