Antonio Cassano und wie man sich das Karriereende versaut

Antonio Cassano und wie man sich das Karriereende versaut

Weltmeister Antonio Cassano (35) ist als Exzentriker und Enfant Terrible bekannt. Kaum eine Saison verging, in der der Altmeister nicht mit irgendwelchen Possen für Aufsehen sorgte. Zum Ende seiner Karriere kann er sich jetzt selber nicht so recht entscheiden, wann Schluss ist.

Soll ich oder soll ich nicht? Das ist die Frage, die Antonio Cassano wohl anscheinend sekündlich durch den Kopf geht. Möglicherweise sitzt er auch mit einer Blume daheim, reißt nacheinander die Blütenblätter ab und hofft auf eine Eingebung.

Fakt ist: Der 35-Jährige steht nach einem halben Jahr ohne Klub da. Eine entscheidende Frage ist außerdem: Wer nimmt einen Kicker, der längst über seinen Zenit hinweg ist und die Entscheidungsfreudigkeit eines 5-Jährigen besitzt. Die Bild hat die Chronologie seines Zauderns kürzlich zusammengefasst.

Der Rücktritt vom Rücktritt vom Rücktritt

10. Juli: Cassano wechselt von Sampdoria zum Zweitligisten Hellas Verona.

18. Juli: Cassano verkündet überraschend seinen Rücktritt vom Fußball.

18. Juli, einige Stunden später: Cassano nimmt den Rücktritt zurück.

24. Juli: Cassano erklärt erneut sein Karriere-Ende – diesmal endgültig.

31. Juli: Die neuerliche Kehrtwende. Cassano: „Als ich mit Verona sprach, habe ich nie von Rücktritt gesprochen. Ich will weitermachen. Wer mich haben will, muss mich anrufen.“

Suspendierung ist normal

Und so wird der Wandervogel, der in den letzten 5 Jahren für 5 verschiedene Vereine in Italien aktiv war, wohl irgendwo weiter kicken. Dass es ihm dabei nichts ausmacht auch mal ein halbes Jahr als vereinsloser Vagabund umherzuziehen, zeigt seine Vereinshistorie. Nach der Insolvenz des FC Parma 2015 sowie im letzten halben Jahr stand er ohne Klub da. Auch diverse Suspendierungen hat er schon hinter sich. Bei seinen Stationen Sampdoria Genua, AS Rom, Real Madrid und Inter Mailand musste er mindestens einmal eine solche Strafe hinnehmen.

Allein in seinem Heimatland Italien stand er für 7 unterschiedliche Klubs auf dem Platz und absolvierte 400 Spiele in der Serie A. Den besten Moment für sein Karriereende hat er längst verpasst. Vielleicht hätte er sich vorher mal lieber mit Francesco Totti oder Philipp Lahm unterhalten sollen. Ob zu seinen 112 Erstligatoren noch ein weiteres hinzukommt, erscheint äußerst fraglich. Wie die Bild ebenfalls berichtete, soll Zweitligist Entella Interesse gezeigt haben.

Antonio Cassano hat im wahrsten Sinne des Wortes ein bewegstes Fußballerleben hinter sich. (Ausschnitt von transfermarkt.de)

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