Afrika Cup: Diese Klubs und Ligen trifft es hart

Afrika Cup: Diese Klubs und Ligen trifft es hart

Am kommenden Samstag beginnt der Afrika Cup in Gabun. Es ist eines der wenigen Kontinentalturniere, welches bei laufendem Spielbetrieb der europäischen Ligen über die Bühne geht. Folglich haben einige Trainer und Manager schmerzhafte Ausfälle zu kompensieren. Welche Liga und welche Klubs trifft es besonders hart?

Die folgende Grafik verdeutlicht auf Grundlage der Startelfeinsätze ihrer abstinenten Spieler, welche Ligen am meisten betroffen sind.

Bundesliga – Deutschland

Einige Afrikaner aus der Bundesliga wurden für das Turnier abgestellt. Der prominenteste ist Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund, der es sich nicht nehmen lassen will in seiner Heimat an den Start zu gehen. Der aktuelle Bundesliga-Topscorer (16 Tore, 1 Vorlage) wird vor allem vom BVB schmerzlich vermisst werden. Kein Dortmunder Teamkollege hat mehr als 4 Mal getroffen. Ob die Westfalen ohne ihren Goalgetter von 6. Platz weiter nach oben klettern, dahinter steht ein Fragezeichen.

Schalke 04 ist die einzige Mannschaft aus Deutschland, die mehr als einen Spieler ersetzen muss. Von Königsblau reisen Nabil Bentaleb (Algerien) und Baba (Ghana) zum Afrika Cup.

Ligue 1 – Frankreich

Die Ligue 1 ist am härtesten Betroffen vom Exodus Richtung Süden. 18 von 20 Klubs schicken mindestens einen Spieler zum Turnier. Angers, Lorient und Metz haben die größten Lücken zu füllen. Alle Genannten befinden sich außerdem im Abstiegskampf. Angers schießt mit 4 Abstellungen den Vogel ab. Kein Klub in Europa muss mehr Profis ersetzen. Die Tatsache, dass jene Spieler für bisher 12 von 15 Saisontoren verantwortlich waren macht es nicht einfacher.

Tabellenführer OGC Nizza muss ebenfalls auf die Zähne beißen und ein Duo abstellen. Der Ivorer Jean Seri zeichnet sich dabei für bisher für 8 Assists verantwortlich.

Premier League – England

Englands Eliteliga trifft es am zweithärtesten. Der amtierende Meister Leicester City muss ohne 3 Reisende klarkommen. Sie stehen bisher zusammen für 44 Startelf Nominierungen und 15 Premier League-Tore. Unter ihnen ist Afrikas Fußballer des Jahres 2016, Riyad Mahrez aus Algerien.

Jürgen Klopp muss seinen senegalesischen Topscorer Sadio Mané (9 Tore, 4 Vorlagen) ersetzen.

Pro League – Belgien

Die belgische Spielklasse ist traditionell eine Liga mit vielen Afrikanern. So kann der RSC Anderlecht auf 3 Spieler nicht bauen. Unter ihnen ist der algerische Schlüsselspieler Sofiane Hanni (6 Tore, 6 Vorlagen). Ohne ihn schwinden die Chancen den Tabellenführer Brügge, der keine Ausfälle zu beklagen hat, noch einzuholen.

Serie A – Italien

Große Umbaumaßnahmen in der Defensive sind beim SSC Neapel vonnöten. Faouzi Ghoulam (Algerien) und Kalidou Koulibaly (Senegal) kommen auf zusammen 30 Startelfeinsätze. Ohne sie droht die Serie von 10 ungeschlagenen Spielen zu reißen. Der AS Rom muss ohne seine ägyptischen Offensivstar Mohamed Salah (8 Tore, 4 Vorlagen) auskommen.

Primera Division – Spanien

Die Primera Division hingegen muss nur 5 Spieler abstellen, die eine zweistellige Zahl an Startelfeinsätzen vorzuweisen hat. Der Prominenteste ist darunter noch Granadas Mehdi Carcela-Gonzalez. Der Mittelfeldmann läuft für Marokko auf und wird im Abstiegskampf fehlen.

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