Adler gegen Zentner: Die spannende Torwartfrage in Mainz

Adler gegen Zentner: Die spannende Torwartfrage in Mainz

Mehr als 3 Monate fehlt Ex-Nationaltorhüter René Adler (33) dem 1. FSV Mainz 05 nun schon in der Bundesliga. Sein Vertreter Robin Zentner (23) hat seine Chance genutzt. Auch wenn er in einer Szene extrem unglücklich aussah. Der Kampf um die Nummer 1 in Mainz ist über die Saison hinaus eine der spannendsten Fragen bei den Rheinhessen.

Den Platz im Jahresrückblick hat Robin Zentner wohl sicher. Beim Auswärtsauftritt des 1. FSV Mainz 05 am 5. November 2017 in der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach verwechselte der Keeper den Elfmeterpunkt mit dem Ball. Zentner konnte in letzter Sekunde gegen den heranstürmenden Gladbacher Kapitän Lars Stindl die Kugel wegspitzeln und das Gegentor verhindern. Am Ende stand für die Rheinhessen ein 1:1. Das Video mit Zentners Fauxpas wurde im Internet zum Klick-Hit. Bei YouTube erzielte es mehr als 385.000 Aufrufe.

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Für die Mainzer Legende, Torwart-Trainer Stephan Kuhnert (57), sind solche haarigen Szenen nicht entscheidend. „Man hat nicht das Gefühl, dass Robin nach Wacklern wegbricht“, erklärte Kuhnert dem Kicker-Sportmagazin (Donnerstagsausgabe). Gladbach war erst das 2. Bundesligaspiel für den Torwart-Rückkehrer von Holstein Kiel. Im Pokalspiel gegen seinen Ex-Klub aus Kiel (3:2 n. V.) hatte Zentner Ende Oktober 2017 erstmals den etatmäßigen Mainzer Keeper René Adler (33) vertreten. Der ehemalige Nationaltorhüter, im Sommer aus Hamburg an den Rhein gewechselt, musste nach einer schweren Muskelsehnenverletzung vom Platz. Seither kämpft Adler um sein Comeback.

Robin Zentner: Starke Reflexe, aber fußballerische Mängel

Die Torwartfrage ist in Mainz (1. FSV Mainz 05 – FC Bayern München: Quoten) ein offenes Geheimnis. Sobald Adler wieder fit ist, wird er zwischen die Pfosten zurückkehren. Mittelfristig und über Adlers Vertragsende zum 30. Juni 2019 hinaus ist wohl Robin Zentner der kommende Mann. Stark bei 1:1-Situationen, mit tollen Reflexen auf der Linie und nervenstark bei Elfmetern wurde er in Mainz zum neuen Publikumsliebling. Einzig seine fußballerischen Defizite dürften – siehe Gladbach – als ausgemachte Schwäche gelten.

Punkte-Bilanz spricht knapp für René Adler

Zentners Bilanz: 20 Gegentore in 11 Liga-Spielen. Nur in einem Spiel – 1:0 gegen den 1. FC Köln – blieb er ohne Gegentreffer. Mit Zentner holten die „Null-Fünfer“ im Schnitt 0,91 Punkte. René Adler machte 9 Bundesliga-Spiele für Mainz 05. Er musste dabei 15 Gegentreffer hinnehmen und wahrte ebenfalls nur in einer Partie (1:0 gegen Hertha BSC) die weiße Weste. Sein Punkteschnitt: 1,11 Zähler pro Spiel. Dieser Wert spricht eindeutig für den früheren Keeper des Hamburger SV und von Bayer 04 Leverkusen.

Die riesige Erfahrung von 264 Bundesliga-Spielen und dem Stahlbad in der Relegation 2015 mit dem HSV ist wohl das stärkste Argument pro Adler. Der gebürtige Leipziger ist abgeklärt. Adler gilt als lautstarker, aggressiver Dirigent seiner Abwehrleute, ist Führungsspieler auf und neben dem Platz.

Spätestens 2019 wird Zentner in Mainz die Nr. 1

Robin Zentner, als Nr. 4 bei den Mainzern hinter Adler und den nach schweren Verletzungen zum Zuschauen verdammten Jannik Huth und Florian Müller in die Saison gegangen, hat dennoch gute Chancen, 2019 vollends die Nachfolge des Star-Keepers anzutreten. „Er hat eine gute Entwicklung genommen“, weiß Stephan Kuhnert, „wir sind auf der Torhüterposition richtig gut aufgestellt, da muss man sich keine Sorgen machen.“

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24. Oktober 2017: Nach 38 Minuten muss Mainz-Keeper René Adler (r.) im Pokalspiel gegen Holstein Kiel (3:2 n. V.) verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kommt Robin Zentner.
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