3. Liga: Das sind die Favoriten

3. Liga: Das sind die Favoriten

Am Freitag startet die 3. Liga als erste Profiliga im deutschen Fußball in die Saison. 20 Mannschaften kämpfen um 2 direkte Aufstiegsplätze und gegen 3 direkte Abstiegsplätze. Wir sagen euch, wer nach Kaderwert, Trainerumfrage und nach Meinung der Buchmacher die Favoriten für den Aufstieg sind.

Die Kaderwerte

Bei den offiziellen Kaderwerten auf transfermarkt.de tritt Überraschendes zu Tage. Die 2. Mannschaft des FSV Mainz 05 ist nicht nur die jüngste sondern auch die teuerste Truppe nach Marktwerten. Sie rangiert hier mit € 6,20 Mio knapp vor dem Chemnitzer FC (€ 6,18 Mio.) Das liegt hauptsächlich daran, dass bei den 05er noch Spieler wie Suat Serdar oder Devante Parker, die regelmäßig zum Aufgebot der Profis gehören, aufgelistet sind. Blöd nur, dass die Rheinhessen gar nicht aufsteigen dürfen. Eine gute Saison werden sie wahrscheinlich trotzdem spielen. Geht es nach den reinen Markwerten, dürften auch der SV Wehen Wiesbaden (€ 5,95 Mio.), Absteiger MSV Duisburg (€ 5,95 Mio.) und Holstein Kiel (€ 5,83) oben mitmischen. € 99,2 Mio. beträgt übrigens der Wert aller Spieler, die am kommenden Wochenende ins Geschehen eingreifen.

Die Meinung der Trainer

Im letzten Jahr lagen die meisten Übungsleiter vor der Saison mit ihrer Prognose richtig. Mit 17 Nennungen brachten diese Dynamo Dresden praktisch schon vor der Spielzeit sauber ins Ziel. So viele Stimmen kann in diesem Jahr kein Klub auf sich vereinen. Bei der Trainerumfrage gehen der Chemnitzer FC (14 Stimmen), der MSV Duisburg (11), dicht gefolgt von Holstein Kiel (10), dem SC Paderborn und dem VfL Osnabrück (je 9) ins Rennen. Jeder Coach durfte 5 – aus seiner Sicht – potentielle Aufstiegskandidaten nennen.

Die Quoten der Buchmacher

Die Quoten der Bookies spiegeln ein ähnliches Bild wie bei den Kaderwerten und den Meinungen der Trainer wieder. Rein rechnerisch zählen der Chemnitzer FC und Holstein Kiel (beide Aufstiegsquote 9.00) zum engsten Kreis, gefolgt von einem Verfolgerfeld mit Preußen Münster, dem SC Paderborn, dem VfL Osnabrück, dem FSV Frankfurt und dem 1. FC Magdeburg (alle 11.00). Am wenigsten Geld bekommt man zurück, wenn der MSV Duisburg direkt wieder in die 2. Bundesliga aufsteigt (6.50). Doch Zweitliga-Absteiger taten sich meist schwer. Von den bisher 22 Absteigern gelang seit 2008 nur 6 der direkte Wiederaufstieg: Paderborn 2009, Osnabrück und Ingolstadt 2010, Rostock 2011, Karlsruhe 2013 und Aue 2016. Dass ein Absteiger wie Ahlen 2011, Oberhausen 2012 oder Aachen 2013 bis in die Regionalliga durchgereicht wird, ist noch unwahrscheinlicher.

Fazit

Die 3. Liga ist eine Wundertüte und wohl die spannendste aller 3 Profiligen in Deutschland. Noch im vergangenen Jahr schafften die Würzburger Kickers den Durchmarsch in Liga 2. Hoch gehandelte Teams wie die Stuttgarter Kickers oder der SV Wehen Wiesbanden kämpften erfolgreich oder erfolglos gegen den Abstieg.

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Vom Absteiger zum Aufstiegskandidaten: Die Mannschaft des MSV Duisburg
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