3. Liga: Das sind die treuesten Spieler der Liga

3. Liga: Das sind die treuesten Spieler der Liga

In keiner der 3 deutschen Profiligen im Fußball hat es seit Sommer mehr Vereinswechsel gegeben als in der 3. Liga. Und das Geschäft dort ist in diesem Jahr noch schnelllebiger. 2 Klubs verlassen die Spielklasse auf jeden Fall nach oben, erstmals müssen 4 Vereine den Gang in die Regionalliga antreten. Eine Fluktuation, die sich auch auf die Spielerkader erstreckt. Wir waren trotzdem auf der Suche nach den „treuen Hunden“ der Liga, die ohne jegliche Unterbrechung am längsten für ihren jeweiligen Verein auflaufen und mindestens 10 Spiele absolviert haben.

Der ewige Toni

Ja, es gibt sie! Die treueste Seele der 3. Liga. Toni Lindenhahn kickt tatsächlich seit über 15 Jahren ohne Unterbrechung beim Hallenschen FC. Vom Talent schaffte er den Sprung zum gestandenen Drittligakteuer. Aufstieg, neues Stadion, schwere Verletzung, die ihn sogar die Karriere hätten kosten können. Der 28-Jährige hat mit dem HFC eine Menge mitgemacht. Und wenn man ganz ehrlich ist, können sich die Fans der Chemiker ihren „Toni“ auch bei keinem anderen Verein mehr vorstellen.

Münchner Urgestein-Schmiede

Immer wieder wird die gute Jugendarbeit von 1860 München und der SpVgg. Unterhaching gelobt. Und tatsächlich ist die Chance für Eigengewächse der Klubs, dort den Sprung in den Profikader zu schaffen, oft sehr hoch. Das zeigt sich eindrucksvoll am Bespiel vom Sechziger Kapitän Felix Weber. Seit seinem 9. Lebensjahr ist er ohne Unterbrechung im Klub, spielte mit den Giesingern trotz seiner erst 23 Jahre schon in 3 verschiedenen Ligen. Weber ist außerdem der jüngste Spielführer der 3. Liga. In seiner Statistik stehen seit der B-Juniorenzeit 197 Pflichtspiele für die Löwen. Insgesamt dürften es aber mit Sicherheit schon über 400 sein.

Gleiches gilt für den Hachinger Orestis Kiomourtzoglou. Schon 13 Jahre ist der erst 20-Jährige für den Vorortklub aktiv. Das Besondere bei ihm: Er übersprang einfach die A-Junioren und steht schon seit mehr als 3 Jahren im Profikader der Spielvereinigung. Platz 2 in unserer Auflistung.

Wie der Vater so der Sohn

Meppen scheint hingegen ein gutes Pflaster für Urgsteine aus dem Hause Deters. Vater Bernd kickte zwischen seinem 15. und 34. Lebensjahr ohne Unterbrechung für die Emsländer, lief u.a. 276 Mal in der 2. Bundesliga auf und war bis 2006 Co-Trainer des SVM. Klar, dass sein Sohn auch nur einen Verein kennt. Thorben Deters ist seinem Vater auf den Fersen, hat mit seinen 23 Jahren schon 13 Vereinsjahre auf dem Buckel. Was die Spiele angeht, muss er sich allerdings strecken, um seinem Herrn Papa Paroli zu bieten.

Eine Legende wie sie im Buche steht

Ein Urgstein im Alterssinne ist natürlich Alf Mintzel. Der 36-jährige Methusalem des SV Wehen Wiesbaden ist nicht aus der Mannschaft wegzudenken oder gar zu verdrängen. Vor fast genau einem Jahr sagte er: „Und dann schaue ich am Ende der Saison auf den Tacho und habe wieder über 30 oder an die 30 Spiele gemacht.“ 14 hat er in dieser Saison bereist wieder gesammelt. Verträge verlängert er seit Jahren nur für je ein Jahr. Nicht auszuschließen, dass er auch im Sommer 2019 noch weitermacht. Kein Spieler hat mehr Minuten in der 3. Liga absolviert als Mintzel (25.685). Seit er die Landeshauptstädter vor zweieinhalb Jahren in letzter Sekunde zum Klassenerhalt schoss, ist er eine Klublegende.

Kicker dieser Art sucht man bei den Würzburger Kickers vergeblich. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga, im Sommer 2017, gab es einen riesigen Umbruch. Ganze 13 Spieler teilen sich am Dallenberg momentan den inoffiziellen Titel als treuester Akteur der Kickers. Den Part als Vereinslegende übernimmt in Unterfranken vor allem Co-Trainer Lamine Cissé. Der Senegalese ist seit Januar 2009 im Klub.

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