2. Bundesliga: Torschützenkönig als Sprungbrett zur Top-Karriere

2. Bundesliga: Torschützenkönig als Sprungbrett zur Top-Karriere

Wer in der 2. Bundesliga alles in Grund und Boden schießt, der sollte doch auch in der Bundesliga (alle Bundesliga-Wetten) regelmäßig treffen, oder? Die Realität sieht anders aus. Torschützenkönig der 2. Bundesliga zu werden kann ein Sprungbrett zur Weltkarriere sein – oder auch der vorzeitige Höhepunkt einer Laufbahn. Wir haben die Ballermänner in der Geschichte der 2. Liga unter die Lupe genommen. Wer hat nach dem Gewinn der Torjägerkanone den Sprung zum Star geschafft und wer ist an höheren Aufgaben gescheitert?

Seit der Saison 1974/75 wird der Torschützenkönig der 2. Bundesliga ausgezeichnet. Zu Beginn war die Liga noch zweigleisig in Nord und Süd unterteilt. Deshalb gab es bis zur Einführung der eingleisigen Liga (1981/82) immer jeweils 2 Torschützenkönige. Insgesamt wurde die Torjägerkanone bis heute 59 Mal verliehen. Dabei war der Sieger der Trophäe 42 Mal ein deutscher und 17 Mal ein ausländischer Spieler.

Rekordgewinner ist Emanuel Günther. Der Stürmer erhielt die Auszeichnung 1978, 1980 und 1984 – jeweils im Trikot des Karlsruher SC. Je 2 Mal triumphierten Siegfried Reich (1987, 1993), Angelo Vier (1997, 1998), Artur Wichniarek (2001, 2002), Marek Mintal (2004, 2009) und zuletzt Simon Terodde (2016, 2017). Neben den Jahren der zweigleisigen Liga mussten sich 1984, 2001, 2004 und 2014 aufgrund gleichviel erzielter Tore 2 Spieler die Auszeichnung teilen, in den Jahren 2009 und 2012 waren es sogar je 3 Akteure.

Für einige Spieler war der Titel des Torschützenkönigs in der 2. Bundesliga (alle Wetten zur 2. Bundesliga) der erste von vielen Erfolgen einer großen Karriere. Für andere wiederum war es der Höhepunkt einer Laufbahn, die nie über nur wenige Einsätze in einer erstklassigen Liga hinauskam.

 

Top oder Flop

Weltmeister, Europameister, Pokalsieger der Landesmeister und viele nationale Titel – Rudi Völler, Lukas Podolski, Frank Mill, Horst Hrubesch und Roland Wohlfahrt fuhren im Anschluss der Auszeichnung als Torschützenkönig der 2. Bundesliga noch viele weitere Erfolge ein. Sie entwickelten sich zu Stars in der Bundesliga und der Nationalmannschaft. Der Gewinn der Torjäger-Kanone im Unterhaus war nur der Startschuss für weitere Triumphe.

Anders dagegen verhält es sich bei Angelo Vier, Francisco Copado, Mahir Saglik, Rouwen Hennings und Simon Terodde. Sie fallen in die Schublade: Zu gut für Liga 2, zu schwach für Liga 1, wobei die beiden Letzteren noch die Chance haben, auch in der Bundesliga für Furore zu sorgen. Simon Terodde muss beim VfB Stuttgart momentan ganz schön strampeln, um sich wieder das Standing aus den vergangenen beiden Jahren zu erarbeiten. Seine Torquote ist im Oberhaus zurückgegangen. Mit Hennings und Terodde sind die beiden Top-Torjäger aus Liga 2 der vergangenen 3 Jahre im Flop-Ranking vertreten. Erstaunlich: Seit Alexander Meier (2012) konnte sich keiner der folgenden Torschützenkönige aus dem Unterhaus dauerhaft in einer erstklassigen Liga etablieren.

Gestandene Erstliga-Spieler und Torjäger im hohen Alter

Nicht alle ehemaligen Torschützenkönige der 2. Bundesliga lassen sich ohne weiteres in die Kategorie Top oder Flop pressen. Da gibt es Spieler wie Siegfried Reich (65 Erstliga-Tore, 95 Zweitliga-Tore), Michael Preetz (91, 81) oder aktuell Nils Petersen (40, 60), die in beiden Ligen zuverlässig ihre Treffer erzielten. Für die ganz große Karriere bei einem Top-Team und den Gewinn von vielen Titeln hat es dann allerdings doch nicht gereicht.

Gleiches gilt für Akteure wie Souleyman Sané (231 Erstliga-Spiele) – dem Vater von Nationalspieler Leroy – Andrij Voronin (262) und Milivoje Novakovic (249). Für diese Spieler war die 2. Bundesliga nur ein kurzes Abenteuer, ansonsten kickten sie den Großteil ihrer Karrieren in einer höheren Spielklasse. So viele Tore, wie beim jeweiligen Gewinn der Zweitliga-Kanone, erzielten sie allerdings nie wieder in einer Saison.

Zu guter Letzt gibt es noch die Kategorie von Spielern, die ihre Laufbahn in der 2. Bundesliga ausklingen ließen. Bruno Labbadia (33 Jahre), Fritz Walter (35), Lothar Emmerich (35) und Manfred Burgsmüller (35) avancierten im Spät-Herbst ihrer großen Karrieren zum Torschützenkönig im deutschen Unterhaus. Die Auszeichnung war für sie kein Startschuss, sondern vielmehr der Schlusspunkt eines erfolgreichen Fußballer-Lebens.

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