Trainerwechsel als Tabellenführer: Köln „klaut“ Anfang den Aufstieg

Trainerwechsel als Tabellenführer: Köln „klaut“ Anfang den Aufstieg

Es stellt ein Novum im deutschen Profi-Fußball da: Trainer Markus Anfang muss beim 1. FC Köln gehen, obwohl er mit den Domstädtern 3 Spieltage vor dem Saisonende an der Tabellenspitze der 2. Liga liegt. Die 1:2-Heimpleite gegen Darmstadt sowie die Wut der Fans, die sich anschließend auf den 44-Jährigen entladen hatte, veranlasste den Effzeh zu diesem überraschenden Schritt.

21 Zähler aus den zurückliegenden 10 Partien. 8 Punkte Vorsprung auf Rang 3 und eine 76 Tore-Offensive, gespickt mit Ausnahmespielern wie Simon Terodde, Jhon Cordoba sowie Rückkehrer Anthony Ujah. Auf der Zielgerade der Saison 2018/19 schlägt sich der 1. FC Köln mit Problemen herum, die ziemlich viele Ligakonkurrenten gerne ihre Eigenen nennen würden.

Zur ganzen Wahrheit gehöhrt, dass der aktuelle Negativlauf und insbesondere der jüngste Auftritt des Teams gegen den SV Darmstadt (1:2) herzlich wenig zum Selbstverständnis der Anhängerschaft passt. Da ist die Tabellenführung allein nicht genug. Teilweise wirkt der am Samstagabend auch offiziell bestätigte Trainerwechsel daher wie eine Art Panik-Reaktion auf die „Anfang Raus“-Rufe.

Dankbare Aufgabe für U21-Coach Pawlak

Nach 10-monatigem Lehrgang erhielt André Pawlak im März die Fußball-Lehrer-Lizenz.

Insgesamt war Markus Anfang, der als gebürtige Kölner nie das Geißbock-Trikot getragen hatte, exakt 300 Tage im Amt. Worüber er als Effzeh-Coach gestolpert ist? Kritiker werfen ihm fehlende Balance zwischen Defensive und Offensive sowie Grüppchenbildung innerhalb des Teams vor, das inmitten einer Erfolgsserie oft anfällig für Aussetzer war. „Der Trainer erreicht uns“, sagte Torhüter Timo Horn nach dem Darmstadt-Spiel.

Die nebulösen Worte, in die sich Geschäftsführer Armin Veh am Freitagabend gehüllt hatte, lassen eine grundliegend andere Auffassung vermuten. Das Ende für Anfang. Von den mehreren verfügbaren internen Lösungen setzt Veh nun auf den vorherigen U21-Coach André Pawlak. Eine recht dankbare Aufgabe für den frisch gebackenen Fußball-Lehrer mit dem individuell besten Kader der Liga, zumal sich der Druck von hinten in Grenzen hält.

Effzeh muss hohe Abfindung zahlen

Weder der auf Rang 2 stehende Mitabsteiger Hamburger SV noch der 1. FC Union Berlin konnten in den zurückliegenden 5 Partien einen Dreier einfahren. Überlegungen für einen Trainerwechsel stieß bereits Ex-Präsident Werner Spinner an, der im März zurückgetreten war. Der passende Zeitpunkt dafür wäre jedoch nach dem Saisonende am 19. Mai gewesen. 

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Egal ob mit Markus Anfang oder André Pawlak auf der Bank: Bei 3 ausstehenden Partien in Fürth, gegen Jahn Regensburg und den abstiegsbedrohten 1. FC Magdeburg (alle 2. Bundesliga Wetten) würden wohl beide den strauchelnden Tabellenführer letztlich über die Ziellinie bringen. Eine kolportierte Abfindung von 1 Mio. € mag dem Ex-Trainer den Abschied aus der Domstadt versüßen. Um die sportlichen Früchte seiner Arbeit darf er sich betrogen fühlen.

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