Abstieg: Der tiefe Fall von Eintracht Braunschweig

Abstieg: Der tiefe Fall von Eintracht Braunschweig

Eintracht Braunschweig muss den bitteren Gang in die 3. Liga antreten. Durch die 2:6-Klatsche am letzten Spieltag der 2. Bundesliga bei Holstein Kiel fielen die Löwen auf einen direkten Abstiegsrang zurück. Wer vor Saisonbeginn auf die Eintracht als Absteiger gewettet hat, wird ordentlich Geld gemacht haben, schließlich galten die Niedersachsen nach dem knapp verpassten Bundesliga-Aufstieg im Vorjahr erneut als Kandidat für die vorderen Plätze. Aber es gibt einige Gründe, warum Braunschweig nun erstmals seit 2011 wieder in der 3. Liga kicken muss.

Nach dem 1. FC Kaiserslautern, der bereits seit einigen Wochen als Tabellenletzter der 2. Bundesliga feststeht, steigt auch Eintracht Braunschweig direkt ab. Für die Löwen, die 2013/14 noch in der Bundesliga aufliefen, ist der Saisonverlauf sehr tragisch, denn vor dem 34. Spieltag stand der Klub nicht ein einziges Mal auf einem direkten Abstiegsplatz.

Negativ-Trend in den letzten Monaten

Zwar ist der verpasste Bundesliga-Aufstieg gegen den VfL Wolfsburg in der Relegation bereits ein Jahr her, die Enttäuschung konnte die Mannschaft allerdings nie verdauen. War der Saisonstart mit 4 Punkten aus den ersten beiden Spielen noch sehr beachtlich, rutschte das Team in der Folge in eine Negativspirale. In der gesamten Hinrunde gab es lediglich 4 Siege zu bejubeln, in der Rückrunde waren es sogar nur deren 3. Die letzten 7 Saisonspiele blieb die Mannschaft sieglos und kassierte zuletzt 3 Pleiten in Serie.

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Torsten Lieberknecht stellt sich nach dem Abstieg den Fans.

Der Kader, der von der Qualität und vom Marktwert (18,23 Mio. €) her ins obere Drittel der 2. Liga gehört, konnte sein Potential nie abrufen. Es ist fast schon tragisch, dass fast dieselbe Mannschaft in der Vorsaison am Bundesliga-Aufstieg schnupperte und nun den Abstieg in die Drittklassigkeit nicht verhindern konnte.

Trainer hat sich abgenutzt

Seit 2008 ist Torsten Lieberknecht als Trainer des BTSV tätig. Fast auf den Tag genau (12. Mai) ist er 10 Jahre lang im Amt, nur Heidenheims Frank Schmidt ist länger bei ein und demselben Klub im deutschen Profifußball tätigt. Lieberknecht führte die Eintracht aus der 3. Liga in die Bundesliga und blieb dem Klub auch nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga treu. Dementsprechend niedergeschlagen war der 44-Jährige nach der Niederlage in Kiel:

Es ist klar, dass dies ein schwerer Tag für uns alle ist. Es tut natürlich weh. Die Gefühlswelt ist komplett leer.“

Der Vertrag von Lieberknecht läuft noch bis zum 30. Juni 2020. Seit Monaten halten sich die Gerüchte um eine vorzeitige Trennung und es ist sehr wahrscheinlich, dass beide Parteien nach langer Zeit getrennte Wege gehen. Kritiker werfen der Eintracht vor, im Abstiegskampf nicht alles probiert und den Trainer ausgewechselt zu haben. Ob der Gang in die 3. Liga mit einem neuen Übungsleiter hätte verhindert werden können, ist nur hypothetisch. Fakt ist: 10 Jahre sind im Trainergeschäft eine lange Zeit und die Wahrscheinlichkeit, dass Lieberknecht sich abgenutzt hat, ist sehr groß.

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