Schmadtke weg - Das war’s mit der künstlichen Kölner Ruhe!

Schmadtke weg – Das war’s mit der künstlichen Kölner Ruhe!

Die sportliche Talfahrt beim 1. FC Köln fordert ein überraschendes erstes Opfer. Statt den Trainer hat es Jörg Schmadtke getroffen! Seit Montagabend ist der Sportchef beim Effzeh Geschichte. Das kriselnde Bundesliga-Schlusslicht verkauft den Schritt als „einvernehmliche Trennung“. Was steckt hinter dem Schmadtke-Aus und welche Fehler muss er sich vorwerfen lassen?

Wenig bis gar nichts deutete auf diesen Paukenschlag vor dem Pokalspiel bei Hertha BSC am Mittwoch hin. Selbst Trainer Peter Stöger, der mehrfach einen eigenen Rücktritt ausgeschlossen hatte, fiel quasi aus allen Wolken. „Ich habe es vielleicht 10 Minuten vor der Veröffentlichung erfahren“, gab der Österreicher gegenüber der BILD-Zeitung zu Protokoll.

Was letztlich den entscheidenden Impuls für Jörg Schmadtkes Entscheidung gab, wird wohl erst in den nächsten Wochen ans Licht kommen. Die Abgänge des 53-Jährigen bei seinen vorherigen Stationen lassen jedenfalls eher darauf schließen, dass er selbst das sinkende Schiff am Rhein verlassen wollte. Steigt Köln am Saisonende direkt ab? Quote: 1.57!

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Parallelen zu den Abgängen in Aachen und Hannover

Bei Alemannia Aachen hatte er einst die schon beschlossene Trennung selbst öffentlich gemacht und wurde daraufhin vorzeitig gefeuert. Vor rund 4 Jahren schmiss er dann bei Hannover 96, wie Köln unter Schmadtke in den Europapokal gestürmt, nach internen Querelen mit Trainer Mikro Slomka ebenfalls vor Vertragsende die Brocken hin.

Beim Effzeh litt der Ruf des so gefeierten, aber mitunter als Sturkopf geltenden Baumeisters bei den Fans erheblich. Die „Schmadtke Raus“-Rufe während der Europa League-Partie bei BATE Borisov (0:1) gingen ihm offensichtlich näher, als Schmadtke zunächst zugeben wollte. Sportlich muss sich der Düsseldorfer natürlich ankreiden lassen, die Lücke von Torjäger Anthony Modeste (Tianjin Quanjian) nicht adäquat geschlossen zu haben.

Königstransfer Jhon Córdoba netzte nur in den Pokal-Wettbewerben, liegt verletzungsbedingt noch bis November auf Eis. Jannes Horn sowie Jorge Meré, jeweils für 7 Mio. € verpflichtet, konnten sich bislang nicht durchsetzen. Gut möglich, dass auch die anhaltenden Diskussionen um Vetternwirtschaft – Schmadtke holte seinen Sohn Nils (28) als Scout zu den Domstädtern – ein Stein des Anstoßes war.

Interne Lösung: Bahn frei für Jörg Jakobs?

So oder ist die angepriesene Ruhe in Köln wieder vorbei. Seit 2013 bildeten Schmadtke/Stöger/Wehrle ein sportliches Triumvirat, das auch während der Krise recht geschlossen zusammenstand. Schmadtkes Nachfolger muss zum Trainer passen und verhindern, dass der Klub und sein aufgeregtes Umfeld wieder in die Zeiten abdriften, als unüberlegte Kurzschlussentscheidungen an der Tagesordnung standen.

Kennen und schätzen sich: Jörg Schmadtke (l.) und der Ex-Wolfsburger Klaus Allofs.

Eine schnelle, wie unkomplizierte Lösung bietet eine (dauerhafte) Beförderung von Dr. Jörg Jakobs. Der Kaderplaner, seit 2012 im Klub, war maßgeblich an der Verpflichtung von Peter Stöger beteiligt. Kann er die Fehler in der Einkaufspolitik seines Ex-Chefs im Winter korrigieren? Im Gegensatz zu Schmadtke und Alexander Wehrle hatte der Effzeh seinen Vertrag allerdings nicht vorzeitig verlängert.

Eine Lösung mit deutlich mehr Erfahrung wäre Klaus Allofs (zuletzt VfL Wolfsburg). Der ehemalige Kölner Stürmer, wohnhaft in Düsseldorf, plant die baldige Rückkehr in die Bundesliga. Etattechnisch hatte der langjährige Manager des SV Werder Bremen zuletzt in größeren Gewässern gefischt. Dank China-Millionen und den Einnahmen im Europapokal verfügt man in diesem Jahr über etwas mehr finanzielle Mittel, um die Schwachstellen im Kader auszumerzen.

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