1. FC Kaiserslautern: Der Niedergang der Macht vom Betzenberg

1. FC Kaiserslautern: Der Niedergang der Macht vom Betzenberg

Gerade einmal 2 mickrige Zähler aus 8 Spielen: Der 1. FC Kaiserslautern schlittert unaufhaltsam im Richtung 3. Liga. Misswirtschaft, interne Querelen und ständige Rotation auf sämtlichen Positionen führten dazu, dass der FCK nur 5 Jahre nach dem Abstieg aus der Bundesliga nun auch in der 2. Liga ganz unten angelangt ist. Die 3. Liga wäre finanziell eine enorm große Herausforderung für die Pfälzer. Jeff Strasser soll als neuer Coach den Absturz stoppen.

Rot-Weiss Essen, Energie Cottbus, TSV 1860 München, SSV Ulm – diese Liste der abgestürzten Traditionsvereine und ehemaliger Erstligisten lässt sich beliebig weiterführen. Können wir mit dem 1. FC Kaiserslautern bald den nächsten Klub dieser unrühmlichen Aufzählung hinzufügen? Derzeit sieht alles danach aus. Mit nur 2 von 24 möglichen Punkten sind die roten Teufel das Schlusslicht der 2. Bundesliga. Bereits nach knapp einem Viertel der Saison weist der FCK 6 Zähler Rückstand zum rettenden Ufer auf.

8 Trainer seit 2012

3 Jahre lang war Marco Kurz Chefcoach in Kaiserslautern. Von 2009 bis 2012 trainierte er die Pfälzer. Im Februar 2012 musste er jedoch aufgrund ausbleibenden Erfolges gehen. Seitdem gab es keine Konstanz auf der Trainerbank. Insgesamt 8 verschiedene Leute coachten den FCK seit dem bei einem Pflichtspiel. Mit Krasimir Balakov, Oliver Schäfer (Interimstrainer), Konrad Fünfstück, Tayfun Korkut und Norbert Meier waren gleich 5 Kurz-Nachfolger auch wirklich nur kurz im Amt – nicht einmal ein Jahr hielten sie sich in Kaiserslautern.

Auch das aktuelle Interimsgespann, bestehend aus Manfred Paula und Alexander Bugera, konnte die Talfahrt nicht stoppen. Am Montag setzte es eine herbe 0:5-Klatsche bei Union Berlin, die auch noch deutlicher hätte ausfallen können. Nur dem Berliner Chancenwucher war es zu verdanken, dass die Partie nicht mit 0:8 oder gar 0:9 endete. Ein Aufbäumen sieht anders aus.

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Klatt: „3. Liga finanziell eine große Herausforderung“

Auch wenn erst 8 Spieltage in der aktuellen Saison gespielt sind, muss man sich in Kaiserslautern zumindest schon einmal im Ansatz mit dem Thema „3. Liga“ beschäftigen. Der Absturz aus dem Fußball-Unterhaus hätte nämlich drastische Folgen. Vor allem finanziell könnte es dann beim FCK knapp werden. „Die 3. Liga wäre eine große Herausforderung für uns“, sagte Michael Klatt, Finanzvorstand des FCK, jüngst im SWR-Fernsehen. Besonders die Mietkosten des Fritz-Walter-Stadions sind in der Kostenaufstellung ein großer Batzen. 2,6 Mio. € zahlt der FCK jährlich an die Stadiongesellschaft, damit er seine Heimspiele in der Traditionsspielstätte austragen darf. „Darüber müssten wir dann auch Gespräche führen“, so Klatt weiter.

Sportlich steht am Freitag eine unglaubliche wichtige Partie auf dem Programm. Dann nämlich erwarten die roten Teufel den Tabellenvorletzten SpVgg Greuther Fürth zum Duell. Die Kleeblätter haben bisher auch nur 4 Zähler auf dem Konto. Unsere Buchmacher sehen den FCK trotz der miesen Saison bisher als Favorit für diese Partie. Quote 2.40 sollte der 1. FC Kaiserslautern den ersten Sieg einfahren, Quote 2.90, wenn die Fürther die Pfälzer noch tiefer in die Krise schießen.

Gegen Fürth wird mit Jeff Strasser auch bereits der neue Coach auf der Trainerbank der Teufel sitzen. Der Luxemburger hat eine FCK-Vergangenheit, war als Spieler von 1999 bis 2002 am Betzenberg aktiv. Als Coach ist er seit 2010 für den luxemburgischen Erstligisten CS Fola Esch tätig.

Das aktuelle Interimsgespann ist ratlos – Alexander Bugera (l.) und Manfred Paula (r.)

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